Fuck The Facts - Stigmata High Five

Review

Ein ziemlich abgedrehtes Teil liefern hier die Kanadier FUCK THE FACTS ab. Verwurstet miteinander werden Grindcore, Mathcore (á la THE DILLINGER ESCAPE PLAN), Hardcore plus einer Prise (Death) Metal. „Stigmata High Five“ klingt dabei so abgedreht derbe und krass, dass einem bei manchen Tracks die Fußnägel hochklappen. Nicht, weil hier sämtliche Geschwindigkeitsrekorde gebrochen oder neue Extreme erobert werden, sondern einfach, weil die Songs so unberechenbar abgedreht sind. Komplex, aber trotzdem nachvollziehbar. Oftmals atemberaubend schnell, aber kein durchgehendes Gehämmer. Die Gitarren spielen mitunter melodisch, tönen aber nie nach Weichspülkost. Die Sängerin (!) röhrt wie ein Elch auf Kriegsfuß, kreischt, schreit und kotzt um ihr Leben; unfassbar, was ihrem Hals für Töne entschwinden. Hier gibt es dann allerdings auch den einzig wichtigen Kritikpunkt. Etwas mehr Variation in der Stimme wäre aufgrund des durchgehend extremen Gebells wünschenswert. Hier und da ein zartes Singstimmchen und die Einweisung in die geschlossene Anstalt wäre sicherlich erfolgt.

Das Songwriting selbst ist äußerst abwechslungsreich und es werden viele Elemente bedient, die man als Liebhaber harter Musik mag und hören möchte. Melodien gibt es genug, harte Riffs ebenso, vertracktes Drumming sowie ordentlichem ICE-Gebolze auch, und zu guter Letzt ein nicht zu digitalisierter Sound, welcher „Stigmata High Five“ die Basis bietet.

Grundsätzlich ist dieses Album schwer zu beschreiben, man muss die Musik selbst hören um zu verstehen was hier abgeht. „Stigmata High Five“ ist dermaßen vielseitig, dass es durchaus passieren kann, dass nach einem hyperschnellem Blast Part (in bester CRYPTOPSY-Manier) ein pfeilschnelles Break kommt, in einen hauchzarten Melodieschub übergeht, plötzlich sogar zu Akustikklängen gewechselt wird, nur um danach wieder die Kettensäge kreisen zu lassen; total irre, aber auch ebenso geil.

Eine kleine Spaßbremse könnte für manch zart besaiteten Wattebällchenmetaller eventuell die leichte Sperrigkeit sein, welche durch die vielen Breaks und Part-Wechsel entsteht. Wenn man aber erst einmal in die musikalische Welt von FUCK THE FACTS eingetaucht ist und versteht, was diese Kanadier wollen, wird man mit einem sehr heftigen Klanggewitter der durchgeknallten Sorte belohnt.
Abgefahren cool irgendwie!

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07.04.2007

Der metal.de Serviervorschlag

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