Gaerea - Mirage

Review

Galerie mit 28 Bildern: Gaerea - Tour 2022 in Berlin

Mit „Mirage“ liefern GAEREA nach ziemlich genau zwei Jahren einen Nachfolger zu ihrem Zweitling „Limbo“. Mit dem nun vorliegenden dritten Album setzen die portugiesischen (Post-) Blacker eine Entwicklung hin zu einer ausgesprochenen Finesse fort, die bereits dem Vorgänger sowie dem Debüt „Unsettling Whispers“ anzuhören war. Auch wenn nach wie vor hier und da Vergleiche zu MGŁA angestellt werden, haben sich GAEREA über die letzten paar Jahre doch insoweit einen Namen gemacht, dass sie eben nicht nur relativ zu anderen Bands wahrgenommen werden.

GAEREA versprechen Katharsis

Stilistisch bewegen sich GAEREA weiterhin zwischen schwarzen Extremen und ergreifender Melodik, was sicher den Anstoß zu ihrem selbst gewählten Genre ‚Cathartic Black Metal‘ gegeben hat. So reißen sie ihre Hörer:innen gerne unvermittelt in einen Strudel aus vertonter Verzweiflung, unterstützt vor allem durch die äußerst expressiven Vocals, um sie dann vorübergehend auf einer ruhigen Insel der Andacht abzusetzen. Zusätzlich bietet auch „Mirage“ wieder teils ausgiebige Midtempo-Passagen. Die vielschichtige Instrumentierung zeichnet sich durch eine glasklare, dabei aber nicht zu glatte Produktion aus, die die prägnanten Leads und effektvollen Details ins richtige Verhältnis setzt. Im Hintergrund angesiedelte chorale und orchestrale Arrangements werden eher unterschwellig wahrgenommen und verleihen dem Sound eine gewisse Erhabenheit.

„Mirage“ hat seinen Übersong

Zu „Limbo“ kommentierte der rezensierende Kollege noch, dass GAEREA ihren Übersong noch nicht geschrieben hätten. Dies könnte sich nun geändert haben. Auch wenn nicht vorhersehbar ist, womit die Band künftig noch um die Ecke kommen wird, so ist das vergleichsweise kurze, dafür aber sehr intensive „Salve“ ein Topkandidat für den, oder zumindest für einen, Übersong. Auf ganz andere Weise hinterlässt „Arson“ einen ebenso starken Eindruck. Der Titeltrack „Mirage“ sowie „Mantle“ stellen weitere Anspieltipps dar. Der doomig-schleppende Bonustrack „Dormant“ hätte es gut und gerne auch ins Hauptprogramm schaffen können, um weniger starke Tracks wie beispielsweise „Deluge“ oder „Ebb“ zu ersetzen. Und wer sich fragt, wie man den Bandnamen denn nun ausspricht, muss nur bei „Laude“ etwas besser aufpassen, denn das beinhaltet den Bandslogan „we are GAEREA“.

Mit „Mirage“ ist GAEREA ein deutlicher Entwicklungsschritt gelungen. Sie schließen damit aber trotzdem an ihr bisheriges Schaffen an und lassen einen eindeutigen roten Faden erkennen. Vor allem in Sachen Melodik und Atmosphäre punkten sie hier erneut. Genrefans sollten spätestens jetzt die Ohren spitzen.

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24.09.2022

headbanging herbivore with a camera

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27 Kommentare zu Gaerea - Mirage

  1. ClutchNixon sagt:

    Die Review könnte nicht zutreffender sein. Exzellentes Album und sicherlich mit das beste, was im Subgenre in den letzten Jahren veröffentlicht wurde. Womöglich hat Watu sogar nichts an der Produktion auszusetzen. Man wird sehen.

    9/10
  2. ultra.silvam sagt:

    Die Platte ist der Hammer.

    10/10
  3. Se Wissard sagt:

    Ich fand das letzte Album ja eigentlich sehr stark, aber irgendwie ist es in der Masse an Sachen dann leider zu selten in den CD-Schacht gekommen. Sollte ich mit neuem Album endgültig ändern. Was ich gehört habe, überzeugt mich wirklich sehr.

  4. der holgi sagt:

    Sensationell, grosses Kino, gekauft.

    @metal.de:
    auch wenn es offtopic ist was ich jetzt schreiben werde, so ist es mir doch wichtig genug, es dennoch zu tun, daher bin ich mal so frei und gebe meinen „Senf“ zum Thema Gender-Schrift auf metal.de zum besten 🙂
    sobald ich Gendern in Schrift- und/oder Sprachform begegne, egal wo, höre ich auf zu lesen/zuzuhören, so also auch bei euch.
    Es steht euch selbstverständlich frei dies so zu handhaben, jedoch solltet ihr wissen das ihr mich als Leser verlieren werdet wenn ihr dies tut, wie geschrieben; es ist euer gutes Recht zu Gendern, aber ich finde ihr solltet wissen, das es Menschen gibt (jenseits von „rechts“) die dies rundweg ablehnen, und auch rausnehmen wenn es sein muss, ich zB.
    Ich bin hier auf metal.de seit Anbeginn eures Schaffens Gast, und das immer sehr gerne auch gewesen, nun soll es wohl enden, und wir trennen uns ohne Streit, wohl aber mit offenem Visier.

    Nix für ungut, wollte ich nur mal geschrieben haben 😉

  5. casualtie78 sagt:

    Extrem starkes Album. Nochmals ne klare Steigerung gegenüber dem Vorgänger Limbo. Über die Maskerade hüllen wir den Mantel des Schweigens-ich bräuchte es nicht. Aber egal. Wird auf jeden Fall asap live abgecheckt. Bin mal gespannt,ob sie live das Level halten können.

    Was das „gendern“ angeht-musste die Rezi n zweites mal lesen…..beim ersten Mal ist mir das gar nicht aufgefallen. Wahrscheinlich ,weil es mir schlichtweg egal ist. Ich gender nicht,halte es für komplett überflüssig und ob es andere machen ist mir( wie gesagt) egal.

    9/10
  6. Se Wissard sagt:

    Wegen einem Mal „innen“? Na dann sag ich auch „servus, mach’s gut“.

  7. Kazanian sagt:

    Ich bin über die Band schon einige Male gestolpert, habe mir paar Songs angehört und dann schnell gelangweilt aufgegeben. Hab mir jetzt vom neuen Album auch nochmal paar Songs angehört, aber hier genau das gleiche Resultat. Absolut generischer Sound und Produktion, komisches Rumgehampel von dem Sänger, der mit seinem Gesang auch eher nach Deathcore oder Ähnlichem klingt und einfach null Stimmung die sich aufbauen will.
    Vielleicht hab ich einfach bisschen ne falsche Vorstellung was das hier sein soll aber mit Black Metal hat das doch nicht mehr viel zu tun. Klingt eher wie angeschwärzter Metal(core) für mich. Erleuchtet mich gern mal – was ist so gut an der Band bzw. dem Album?

  8. metal-maniac sagt:

    Bin da komplett bei Kazanian. Eigentlich ist atmosphärischer BM abseits der reinen Lehre häufig genau meine Baustelle aber das hier entlockt mir nicht viel mehr als ein „ganz nett“. Habe letzte Woche zufällig die limbo gehört. Ist komplett an mir vorbei gerauscht. Habe es jetzt nochmal mit der neuen Scheibe versucht aber da ist es nicht viel anders. Die Musik hat durchaus ihre Momente aber für meinen Geschmack Schrecken Geaera einfach keine packenden Songs. Wertung spare ich mir da ich das Album bei der Hälfte entnervt ausgemacht habe.

    PS: als ob irgendein Gehör für Sound hätte. Wenn das falsche Label auf der cd-Hülle steht, wird halt rum gemeckert.

  9. metal-maniac sagt:

    Da hat die Autokorrektur doch glatt im letzten Absatz den Namen verschluckt aber vermutlich weiß auch so jeder wer gemeint ist 😀

  10. Vinceprince1 sagt:

    Ein absolutes Machtwerk! Das Album läuft bei mir auf Endlosschleife und begeistert bei jedem Durchlauf noch mehr. Absolut brachial! Von vorne bis hinten geile Songs, gespickt mit Gänsehautmomenten und Raffinessen. Auch die Produktion ist voll mein Ding! Fette, kickende Drums und druckvoller Basssound. Man hört alles glasklar heraus! Ich mag das! Einfach abartig geil! Das Album kommt genau richtig, um den Herbst einzuläuten!

    10/10
  11. nili68 sagt:

    Man kann es laufen lassen, aber so richtig flashen tut mich das auch nicht. Klingt irgendwie so „arrangiert“. Keine Ahnung wie ich das beschreiben soll, aber ist ja auch egal..

  12. Kazanian sagt:

    Was sind denn diese Gänsehautmomente von denen hier gesprochen wird? Haut ruhig mal raus. Ich hör da irgendwie nix was in diese Bereiche käme. Auf mich wirkt es seicht und irgendwie ausgehöhlt…

  13. onlythewindremembers sagt:

    Mir sagt es total zu. Vielleicht nicht das Beste in dem Bereich, aber sehr ordentlich gespielt. Denke so 8 Punkte gehen schon klar dafür.

    8/10
  14. Laniakea sagt:

    Die Jinjer des Black Metal – overrated as fuck!

  15. nili68 sagt:

    Ich könnte mir vorstellen, dass es etwas für Leute ist, die sonst keinen Black Metal hören oder gerade erst damit anfangen. Ohne Wertung..

  16. lagad sagt:

    Musste ich mir anhören weil inem Kommentar Metalcore gefallen war. Tatsächlich. Ist aber nicht schlecht gemacht. In Twilight’s Embrace find ich aber geiler. Black Metalcore. Hat was, ist für mich jetz aber nur bedingt.

    7/10
  17. onlythewindremembers sagt:

    Wer da Metalcore raushört, hat auch irgendein Problem mit den Ohren…

  18. nili68 sagt:

    Metalcore ist das neue Wort für untrue.

  19. Master sagt:

    Ich komme da irgendwie nicht rein, auch wenn ich gerne würde, nach dem was ich hier so gelesen habe.
    Aber die „vertonte Verzweiflung“ erschließt sich mir noch nicht und die „äußerst expressiven vocals“ finde ich bislang eher sehr monoton eintönig und wenig variantenreich.
    Egal, ich versuche noch einen 4. Durchlauf und hoffe, dass es dann doch noch zündet. Irgendwas muss doch da sein und eigentlich müsste das der Beschreibung nach genau was für mich sein.

  20. metal-maniac sagt:

    Neues Wort? Metalcore Benutzen elitisten wohl schon seit dessen Entstehung als Schimpfwort für alles was nicht gefällt. Den höre ich hier auch nicht raus. Aber ja, die Beschreibung Black Metal für alle die keinen Black Metal mögen kam mir beim Hören auch häufiger in den Sinn.

  21. onlythewindremembers sagt:

    Komisch. Ich höre viel Black Metal und trotzdem gefällt mir das. Naja… 🤷🏻‍♂️

  22. nili68 sagt:

    Ich mag Black Metal UND Metalcore. Den höre ich hier allerdings auch nicht raus und selbst wenn’s so wäre, wäre das nicht das Problem für mich.

  23. royale sagt:

    ja ist nett, aber irgendwie bleibt nichts hängen. Ich hab die Scheibe bekommen und selbst beim dritten Durchgang, mehr so ein „ja ist gut“. Es ist weder langweilig noch der Hammer, einfach okay. Aber Metalcore höre ich beim dritten Druchlauf auch nicht raus 😀

    6/10
  24. lagad sagt:

    Ja, Metalcore ists natürlich keiner. Aber die Darbietung, geile, zu oft gehörte Riffs, relativ neu zusammenzusetzen, das verdichtete Songwriting, das shouting, die wuchtige, doch eher warme Produktion, die tieferen Gitarren, erinnern mich stellenweise schon an so Großtaten wie Hidden Hands… und Undoing Ruin von Darkest Hour, The Uncoming Storm von Unearth, und frühe Heaven shall burn. Aber auch der Mgła -Vertraute wird fündig. Island und Schweden sind auch vertreten. Ich bleib bei meiner Bewertung. Und nochmals: Metalcore ist, zumindest bei mir, kein Schimpfwort. Vielleicht ab und zu. Dann isses aber auch verdient. Grüße ausm The Sorrow Land.

    7/10
  25. Vlad_the_Impala sagt:

    8,5

    Ich mag’s. Mir geht es gut rein. In gewisser Weise verstehe ich auch die Kritik, aber irgendwie auch nicht. Aber jeder hat so seinen eigenen Geschmack, subjektiv und so..
    Für mich ist das weitaus ansprechender als Behemoth oder Septicflesh, um in 2022-Maßstäben und „Dicke Hose“ zu bleiben..
    Der ganze SOUND überzeugt mich doch ziemlich auf ganzer Linie..

    9/10
  26. kuolema sagt:

    Einfach nur beyond großartig!!!

    10/10