Gengis Khan - Gengis Khan Was A Rocker

Review

Kein Zweifel, der alte Mongole war ein Vollblutrocker! Sein Name wurde wohl deshalb in den letzten Jahrzehnten immer wieder mal von Bands unterschiedlicher Couleur ausgeborgt – unter anderem kurzzeitig auch von damals ganz jungen Briten, die sich in weiterer Folge in TOKYO BLADE umbenannten.

Aktuell firmieren (unter anderem) ein paar junge Italiener unter dem Banner GENGIS KHAN und legen dieser Tage ihr mit dem unmissverständlichen Titel „Gengis Khan was a Rocker“ versehenes Debütalbum vor. Selbiges strotz nur so vor Energie und Spielfreude, wodurch der traditionelle Metal-Sound des Trios selbstredend nochmal ordentlich belebt wird.

Die erst seit kurzer Zeit aktive Truppe, in deren Line-Up sich ehemalige Musiker von GUNFIRE und NASTY TENDENCY tummeln, kredenzt also „nichts anderes“ als ein lässig intoniertes Brett, dessen Basis klar in der „alten Schule“ auszumachen ist. In dieser jedoch scheinen die Italiener unterschiedliche „Lehrgänge“ absolviert zu haben, denn ihr Metal kommt immer wieder auch mit einer üppigen Portion Heavy Rock in früherer MOTÖRHEAD-Manier daher, kann aber mitunter auch mit einer klassischen Frühachtziger-Hardrock-Schlagseite aufwarten. Zumeist geht es dabei mit Wucht und Schmackes zur Sache, wobei die Burschen auch eine immense Dynamik vernehmen lassen.

Durch die nicht unähnliche Gesangsstimme lassen GENGIS KHAN mitunter aber auch an eine etwas gemäßigtere Version von ENFORCER denken, auch wenn sie sehr wohl ordentlich auf die Tube zu drücken („Heavy Metal Maniac“) verstehen und dabei durchaus den Charme der frühen RAVEN oder JAGUAR versprühen. Für einen ihrer flottesten Tracks – „Revenge In The Shadows“ – haben sich die Jungs obendrein noch mit Blaze BAYLEY prominente Verstärkung ins Studio geholt, um die Nummer gesangstechnisch veredeln zu lassen. Operation gelungen – Patient quicklebendig.

Aber auch in stampfenden, mitgröhltauglichen Gefilden wissen die Italiener zu gefallen, wobei sie diesbezüglich vor allem in „She’s Got The Power“ an ANVIL denken lassen. Gedacht wohl als „Abkühlung“ zwischendrin, überraschen die Jungs mit „Welcome In The Middle“, einer akustischen, kitschfreien Ballade, mit der sie sich wohl auch für alle Sleaze-Rocker interessant machen sollten.

Für die Jäger und Sammler sei zum Schluss noch hinzugefügt, dass die Erstauflage dieses empfehlenswerten Albums mit vier Bonus-Tracks angeboten wird, die vom 2011er-Demo der Truppe stammen.

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11.09.2013

Der metal.de Serviervorschlag

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