Giuntini Project - IV

Review

Auch mit dem Gedanken im Hinterkopf, möglicherweise ein Sakrileg zu begehen, möchte ich mir an dieser Stelle einmal etwas Luft verschaffen. Denn Tony Martin ist für mich /die/ Stimme, die ich mit BLACK SABBATH verbinde. Nicht, dass ich Ozzy oder Ronnie James völlig unter den Teppich kehren und gerade diesen beiden Rock-Ikonen ihre Berechtigung absprechen möchte, ganz im Gegenteil sogar, aber meine Lieblingsalben von BLACK SABBATH finden sich ehrlich gesagt in den Jahren zwischen 1986 und 1996, und in diesem Zeitraum war Martin maßgeblich ein Teil des Erfolgs der Band.

Ob Solo oder als Teil zahlreicher anderer Projekte, Tony Martin konnte bisher immer Akzente setzen, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass sich Aldo Giuntini zum mittlerweile dritten Mal für sein Projekt um Martin bemüht hat, und der macht ganz hervorragende Arbeit. Bereits der Opener „Perfect Sorrow“ hätte durchaus auf einem BLACK SABBATH-Klassiker Platz gehabt, obwohl das i-Tüpfelchen die hier fehlenden Iommi-Licks und -Riffs diesen Song noch ein ganzes Stück weit hochkarätiger hätten klingen lassen. Doch das muss eigentlich auch kein Wermutstropfen sein, denn Giuntini ist selbst ein begnadeter Gitarrist, der mit „IV“ nunmehr sein viertes Album präsentiert, das nicht nur einige Überraschungen parat hält, sondern jeden klassischen Heavy-Metal-Fan um den kleinen Finger wickeln könnte.

„IV“ erfindet das Rad auch nicht neu, aber Songs wie das hymnische „Born In The Underground“, der leicht doomige und insgesamt extrem rock’n’rollige Track „I Don’t Believe In Fortune“ oder die schnelle Up-Tempo-Nummer „Saints Or Sinner“ zum Beispiel, können mühelos mit Genre-Klassikern mithalten. Und wem das aktuelle BLACK SABBATH-Album zu schwer im Magen liegt, Hand aufs Herz, der sollte GIUNTINI PROJECTs viertes Werk als ernsthafte Alternative in Betracht ziehen. Erwähenswert ist auch die Interpretation der noch jungen MEGADETH-Nummer „How The Story Ends“ und der Song „Bring On The Night“, der mit SAHARA-Sängerin Liz Vandall noch eine weitere willkommene Überraschung zu bieten hat.

01.08.2013

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