Golem - Eternity-The Weeping Horizons / The 2nd Moon

Review

Jubiläen wollen gebührend gefeiert werden, und so ist es auch im vorliegenden Fall: Pünktlich zum 25-jährigen spendiert F.D.A. Rekotz der Brandenburger/Berliner Band GOLEM eine schöne Wiederveröffentlichung ihrer ersten beiden Alben „Eternity-The Weeping Horizons“ und „The 2nd Moon“.

Ursprünglich wurden die Scheiben 1996 und 1998 veröffentlicht, und damit waren GOLEM – obwohl schon lange in der Szene aktiv – recht spät dran. Allerdings musste die Band den Unfalltod zweier Mitglieder verkraften, und die daraus resultierende Suche nach geeigneten neuen Mitgliedern gestaltete sich schwierig und zeitintensiv. Somit entstanden die Songs des ersten Albums „Eternity-The Weeping Horizons“ über einen recht langen Zeitraum und wurden erst im Spätsommer 1995 in Dan Swanös Unisound eingespielt.

Zu hören ist auf den neun Stücken von „Eternity-The Weeping Horizons“ technisch ansprechender Death Metal mit schreddernden Gitarren – auf der einen Seite sehr riffig, auf der anderen Seite aber auch melodisch und luftig eingespielt. Der von der Band selbst ins Spiel gebrachte Vergleich zu CARCASS trifft natürlich ins Schwarze, wenngleich GOLEM doch ihre eigene Nische gefunden haben. Anspieltipps sind vor allem der vorpreschende Opener „Throne Of Confinement“, „In My Favourite Darkness“ und „Dedication“ mit ihren merkwürdigen Melodien sowie das fett riffende „Emotionally Astray“. Nicht zu vergessen die Unisound-Produktion, die „Eternity-The Weeping Horizons“ einen knallenden und transparenten Sound verpasst, der süchtig macht. (8/10)

„The 2nd Moon“ erschien zwei Jahre später und zeigt eine dezente Weiterentwicklung zum Debüt. Die Riffs sind etwas offener und die Songs an sich etwas melodischer. Außerdem integrieren GOLEM vergleichsweise häufig klassische Gitarrensoli in ihre Songs, wodurch diese etwas zugänglicher und nicht ganz so unergründlich wirken. Als Ausklang hat die Band dann noch ein wunderschönes Instrumental eingespielt, das Gitarrist und Bandkopf Andreas Hilbert in Hochform präsentiert. Der Sound ist einmal mehr ansprechend, und mit „The Wanderers“, „Departures“ und „Heretics“ gibt es wieder eine Reihe Anspieltipps. (8/10)

„Eternity-The Weeping Horizons“ und „The 2nd Moon“ hat ein neues Artwork spendiert bekommen und erscheint entweder als CD-Doppeldecker, Doppel-Vinyl oder Download. Aber egal in welchem Format: Beide Alben gehören mit zum Besten, was der Death-Metal-Underground in Deutschland über die Jahre hervorgebracht hat – insofern macht man hiermit nichts falsch.

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02.04.2014

- Dreaming in Red -

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