Gozu - Remedy

Review

Soundcheck Mai 2023# 12

GOZU haben mit „Remedy“ ihren aktuellen Beitrag zur Verlängerung ihres Riff-Meisterbriefes eingereicht. Das Quartett aus Boston stellt mit seinem neuen Album abermals unter Beweis, dass sich Qualität in der schlichtesten Verpackung verbergen kann. Denn mögen die eingängigen Songs auch zunächst wie lockerer Stoner Rock wirken, verbergen sich unter der Oberfläche ausgefeilte Prog-Nummern.

Darin ähnelt die Band MASTODON und BARONESS ist aber noch viel bodenständiger und massentauglicher als die manchmal etwas sperrigen Kollegen aus Georgia. GOZU gehen völlig zielgerichtet vor und lassen sich von ihrem treffsicheren Gespür für Hits leiten, können dabei aber trotzdem vielschichtige Songs komponieren.

GOZU sind vielschichtig aber nicht sperrig

Dieser Spagat gelingt nicht immer voll und ganz. Bei „Rambo 2“ wird es zum Beispiel, der filmischen Inspiration entsprechend, dann doch etwas stumpf und träge. Der überwältigende Großteil des Albums macht aber einfach nur Spaß, wenn man Bock auf zeitgemäße und abwechslungsreiche Rockmusik hat.

„Wir wollten ein richtig mächtiges, groove-orientiertes Album inklusive Mitsing-Refrains schreiben“, erklärt Sänger und Gitarrist Marc Gaffney. „Es soll dich akustisch mitten in die Brust treffen, wie bei einer Links-Rechts-Links-Schlagkombination.“

Das gelingt auch natürlich auch dank des Charismas des Sängers, der in seiner rauen und vielseitigen Stimme Emotionen transportiert ohne dabei aufdringlich zu wirken. Überhaupt ist „Remedy“ trotz seiner Vielschichtigkeit angenehm unkompliziert. Dafür sorgt auch die glatte wie organische Produktion, die die einzelnen Instrumente gut in Szene setzt.

„Remedy“ macht einfach Spaß

Dadurch entsteht allerdings auf die Dauer auch eine gewisse Gleichförmigkeit. GOZU haben zwar, wie bereits erwähnt, ein Gespür für Hits, haben es aber an einigen Stellen verpasst, die Songs wirklich unverwechselbar zu machen. Mitsing-Refrains schreiben; das hat geklappt. Es fällt aber schwer, diese auch nach ein paar Albumdurchläufen noch zuordnen zu können.

Trotzdem macht „Remedy“ einfach Spaß und ist ein Fest für Musikfans, die gerne in ein ausgefeiltes Rockalbum eintauchen wollen, ohne dabei irgendwelchen Weltschmerz oder ausuferndes Gefrickel ertragen zu wollen. Um es angelehnt an Kollege Kreutzer zu sagen, der vor fünf Jahren den Vorgänger „Equilibrium“ auf dem Tisch hatte: Wer GOZU nun immer noch nicht auf dem Schirm hatte, sollte die Band unbedingt nachholen.

25.05.2023

Der metal.de Serviervorschlag

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