Grave - Burial Ground

Review

Galerie mit 8 Bildern: Grave - Party.San Metal Open Air 2025

Es scheint, als wäre das schwedische Death-Metal-Urgestein GRAVE wieder am Anfang angelangt: Bereits auf dem letzten Album „Dominion VIII“ klang das Trio so oldschool wie letztmalig auf dem Debütalbum „Into The Grave“ von 1991, und das neue Album führt diese Entwicklung nahtlos fort. Dagegen waren alle Scheiben seit der Reunion überproduziert und hüftsteif – jedenfalls in Relation zu dem, was heute unter dem Namen GRAVE veröffentlicht wird. Passend dazu ziert „Burial Ground“ ein Cover, das in die Urzeit des Stockholmer Death Metals verweist: So etwas gab es einst bei NIHILIST und ganz frühen DISMEMBER zu sehen.

Einen nicht unwesentlichen Anteil an dieser Entwicklung dürfte Ronnie Bergerståhl haben, der nicht nur zusammen mit Bandboss Ola Lindgren das neue Songwriting-Gespann bildet, sondern GRAVE durch sein tightes und simples Schlagzeugspiel eine völlig neue Leichtfüßigkeit beschert. Filigrantechniker waren GRAVE ja noch nie, aber dadurch wirken die Songs gleich nicht mehr ganz so massiv und unflexibel wie dereinst. Und trotzdem machen die Gitarren ordentlich Druck und vor allem untenrum Kleinholz: In den schnellen Passagen wird gesägt, dass die Späne nur so um die Ohren fliegen. Geht es dann mal langsamer zur Sache wie beim abschließenden Titeltrack, klingt es bisweilen so fies doomig wie bei ASPHYX und Konsorten. Allerdings sind schleppende Passagen eindeutig in der Unterzahl.

Los geht’s direkt mit einem Kracher: Das eröffnende „Liberation“ hat nicht nur düster-flirrende Gitarrenriffs, sondern vor allem einen gelungenen Refrain. Große Holzfällerkunst. Das flott-schreddernde „Dismembered Mind“ und das mit einem beinahe hintergründigen Hauptthema versehene „Conquerer“ stehen dem in nichts nach. Und obwohl GRAVE als Trio relativ reduziert zu Werke gehen, gibt es auf „Bloodtrail“ eine nette Abwechslung: Denn Karl Sanders von NILE ließ es sich nicht nehmen und spielte ein schickes Solo ein – und es passt trotzdem hervorragend!

Insgesamt gefällt mir „Burial Ground“ noch einen Ticken besser als „Dominion VIII“, da das Songmaterial diesmal noch prägnanter ist. An der Grundausrichtung hat sich hingegen nicht viel geändert. Dennoch oder gerade deshalb bleibt es so spannend, wohin die Reise von GRAVE in Zukunft gehen wird – oldschool wird es wohl bleiben.

Shopping

Grave - Burial Ground (Re-Issue 2019) (black LP) [Vinyl LP]bei amazon19,10 €
07.06.2010

- Dreaming in Red -

Shopping

Grave - Burial Ground (Re-Issue 2019) (black LP) [Vinyl LP]bei amazon19,10 €
Grave - GRAVE - Burial Ground TAPE [Musikkassette]bei amazon15,99 €

Interessante Alben finden

Auf der Suche nach neuer Mucke? Durchsuche unser Review-Archiv mit aktuell 38258 Reviews und lass Dich inspirieren!

Nach Wertung filtern ▼︎
Punkten
Nach Genres filtern ►︎
  • Black Metal
  • Death Metal
  • Doom Metal
  • Gothic / Darkwave
  • Gothic Metal / Mittelalter
  • Hardcore / Grindcore
  • Heavy Metal
  • Industrial / Electronic
  • Modern Metal
  • Off Topic
  • Pagan / Viking Metal
  • Post-Rock/Metal
  • Progressive Rock/Metal
  • Punk
  • Rock
  • Sonstige
  • Thrash Metal

Grave auf Tour

27.03. - 28.03.26metal.de präsentiertBraincrusher In Hell 2026 (Festival)Grave, Samael, The Ruins Of Beverast, Dødheimsgard, Vinterland, Blood Red Throne, Darvaza, Fragments Of Unbecoming, Dragon Throne, Proscription, Rotpit, Impurity, Naxen, Rats Of Gomorrah, Offended By Cellar und Aimless DeathJahnhalle Hirschaid, Hirschaid
03.06. - 06.06.26Mystic Festival 2026 (Festival)A.A. Williams, Acid King, Allt, Anthrax, Arð, Avralize, Behemoth, Belphegor, Benediction, Black Label Society, Black Tusk, Blackgold, Blood Incantation, Blood Vulture, Bloodywood, Bölzer, Carach Angren, Carpenter Brut, Caskets, Cavalera, Cisnienie, Coroner, Corrosion Of Conformity, Czerń, Damnation, Death To All, Decapitated, Der Weg Einer Freiheit, Disharmonic Orchestra, Djerv, Dola, Down, Eihwar, Electric Wizard, Embryonic Autopsy, Escuela Grind, Evergrey, Eyehategod, Forbidden, Frontside, Frog Leap, Fulci, Gaahls Wyrd, Gatecreeper, Grave, Harakiri For The Sky, H.exe, Hostia, Hulder, Ice Nine Kills, Kanonenfieber, Kent Osborne, Knife Bride, Kublai Khan, Letlive, Marduk, Martyrdöd, Master Boot Record, Mastodon, Megadeth, Monkey3, Neckbreakker (ex-Nakkeknaekker), Neptunian Maximalism, Noctem, Overkill, Pain, Priest, Primordial, Psychonaut (BE), Quantum Trio, Return To Dust, Rotting Christ, Saxon, Scour, Septicflesh, Severe Torture, Seth, Shining (NO), Six Feet Under, Soilent Green, Static-X, The Gathering, Thrown, Tides From Nebula, Today Is The Day, Truckfighters, Unleashed, Vianova, Winterfylleth, Yoth Iria und ZetraGdańsk Shipyard, Danzig
11.07.26IN FLAMMEN Open Air 206 (Festival)Grave, Frank Blackfire, Illdisposed, Thron, Beheaded, Schirenc Plays Pungent Stench, Nunslaughter, Remina, Sojourner, Macabre, Asphyx, Manos und HateIN FLAMMEN Open Air, Torgau, Torgau
Alle Konzerte von Grave anzeigen »

1 Kommentar zu Grave - Burial Ground

  1. Björn sagt:

    „unflexibel wie dereinst“? Was für ein Bullshit. Hör dir „Soulless“ an, und du wirst merken, dass Grave mit Jorgen und Jensa auf dem Zenit ihrer Karriere waren. Die neuen Alben sind im Vergleich mit früher nur noch schwach.