Grave - Fiendish Regression

Review

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Und sie sind wirklich wieder da! Nach ihrem 2002er Comeback legen GRAVE mit „Fiendish Regression“ gleich ein Eisen nach und zeigen, dass „Back From The Grave“ nicht nur ein Strohfeuer war. Auch auf ihrem neuen Werk klingen GRAVE genau wie GRAVE klingen müssen: Ungeheuer heavy und groovig, dass man’s schier nicht aushält! Mit Gitarren, die so tief sind, dass die Boxen bald in Frührente wollen, und einer alles zermalmenden Doublebass Walze schieben sich GRAVE durch die Gehörgänge und begraben dabei alles unter sich, selbst das, was bei drei auf den Bäumen war.

Eingeläutet wird das gnadenlose Planieren mit einem Riff, das ganz stark an den Anfang von „Chief Rebel Angel“ der Kollegen von ENTOMBED erinnert, und so unheilschwanger klingt, als stünde die Apokalypse persönlich vor der Haustür. Dabei sind es nur GRAVE, die dein Haus platt machen wollen! Lange Zeit, um ängstlich Fingernägel zu kauen bleibt nicht, denn sofort entpuppt sich das mächtige „Last Journey“ als Dampfhammer erster Güte, der einige Parallelen zum „Back From The Grave“ Opener „Rise“ aufweist, und mit seinem Mördergroove erst mal klarmacht, was Tango is! Im von Doublebass angetriebenen Midtempo ebnet man sich den Weg durchs Unterholz und kommt schließlich bei „Reborn“ heraus, welches im Prinzip in genau dieselbe Kerbe schlägt, jedoch nicht, ohne hin und wieder ein Thrash-Riff mit einzubauen. Allein diese ersten beiden Tracks können schon repräsentativ für das gesamte Album stehen.

GRAVE verstehen es perfekt, die verschiedenen Nuancen vom Midtempo auszuloten, indem sie geschickt zwischen treibenden „upper Midtempo“ Blastattacken (geil in „Breeder“!!) und gemäßigteren Grooveparts wechseln. So wird der schleppende Grundtenor der Scheibe immer wieder gekonnt durch Geschwindigkeitsausbrüche aufgelockert, ohne jedoch der immanenten Schwere zu schaden, die das Material auszeichnet.

Gesegnet mit einem wahrhaften Bulldozer Sound durch die Gebrüder Tägtgren themselves, wird das ganze auch derart heavy in Szene gesetzt, dass man die Entscheidung gegen das Sunlight in diesem Falle sicher nicht bereut! Fazit? GRAVE gießen ganz schön Öl ins Feuer und bieten mit diesem tonnenschweren Nilpferd das perfekte Futter, um die Wartezeit bis zur nächsten BOLT THROWER zu überbrücken!

31.08.2004

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2 Kommentare zu Grave - Fiendish Regression

  1. dorgard sagt:

    Als erstes wird gleich mal South Of Heaven geklaut um klarzustellen, dass man keinesfalls innovativ klingen will. Die Weiterentwicklung zeichnet sich viel mehr dadurch aus, dass man vom Schweden-Sound Abstand genommen hat. Bravo… damit haben sie auch jegliche Oldschool-Coolness vom Tonträger verbannt. Schlecht gespielter 08/15 Midtempo-DM isses was unterm Strich übrigbleibt. Schade.

    5/10
  2. dalamar sagt:

    Tonnenschwer und eher im Midtempo gehalten, voller Sound, voll auf Spaß ausgelegt. Von daher wohl Bloodbath nicht unähnlich. Für Schweden Fans nach Dismember und Fleshcrawl das nächste Blutgericht.

    8/10