Hatebreed - Supremacy

Review

Galerie mit 28 Bildern: Hatebreed – Make the Demons Obey Tour 2025 in Geiselwind

Es gibt Bands, die ihre Anhängerschaft jedes Jahr aufs Neue überraschen – und es gibt HATEBREED. In den Zweieinhalbminuten Songs geben sich Knüppel und Mosh die Klinke in die Hand, Thrash Riffs schütteln die Birne durch, der fette Bass bläst einem den Arsch auf und die wahrscheinlich beste und brutalste Stimme im Hardcore fräst sich ins Hirn rein.

Im Westen nichts Neues, also? Doch. Eines hat sich geändert: Die Konkurrenz schläft nicht. Was HATEBREED in den letzten Jahren als unangefochtener Anführer dieser Szene vorgemacht haben, gilt in der heutigen Zeit als selbstverständlich. So fallen die in diesem Genre typischen, schnellen Abnutzungserscheinungen auf „Supremacy” noch stärker ins Gewicht als früher. Es bedarf großer Fantasie, die beschränkten Mittel des Hardcore immer wieder neu auszurichten, um nicht von vornherein abgenutzt zu klingen. Und genau das gelingt den Amerikanern mit dem Major-Deal in der Tasche – jedoch nicht so konsequent wie gewohnt.

Ganz so plump wie bei „Destroy Everything“ sind viele Kracher auf dem fünften Werk der Grobschlächter nicht. Der Opener „Defeatist“ erinnert an den Hassbrocken „Proven“ aus vergangenen Tagen. Wer beim Moshpart von „Mind Over All“ oder „Devine Judgment“ seine Rübe nicht abschraubt, der sollte am besten Power Metal hören gehen. Dass die Band bemüht ist, noch heavier zu wirken, beweist „To The Threshold“. Doch auch die mit einem Schuss Verzweiflung angehauchte Stimme von Jamey Jasta scheint das eine oder andere Mal durch – zu hören in dem mit aller Bescheidenheit betitelten „Give Wings To My Triumph“ oder im treibenden „Never Let It Die“.

Aber: Besonders in den brutalen Schlagzeugknüppel-Parts stellt sich spätestens nach Halbzeit eine gewisse Monotonie ein, die ein gutes „Supremacy“ mit respektablem Abstand hinter dem Maß aller Dinge, „Perseverance“ und „Satisfaction Is The Death Of Desire“, einreihen lässt. Diese starken sieben Punkte liefern trotzdem all das, was ein Hardcore Herz mit starker Metal Herzklappe begehrt – und wir reden hier von sieben HATEBREED Punkten!

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28.08.2006

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