Hemelbestormer - Collide & Merge

Review

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„We Are The Air That Gods Breathe, We Are Aether, We Are HEMELBESTORMER“. So beschreibt sich das belgische Viererkollektiv mit eigenen Worten. Der Name kommt hingegen aus dem Niederländischen und bedeutet in etwa so viel wie „Himmelstürmer“. Dieser Titel wird jenen verliehen, welche mit einem revolutionären Geist und starken Idealen ausgestattet sind. Dementsprechend vielseitig gestaltet sich auch der Instrumental-Sound der Band. Hier treffen so unterschiedliche Stile wie beispielsweise Post-Rock/Metal, Sludge, Ambient, Doom und atmosphärischer Black Metal aufeinander. Ebenso passend zu diesem Stilmix ist daher auch der Name des neuen Outputs „Collide & Merge“.

HEMELBESTORMER lassen die Genres miteinander kollidieren und verschmelzen

Der Einstieg in das Album erfolgt dann auch direkt mit dem fettesten Brocken des Sound-Gebirges. „Collapsar“ ist stolze 18 Minuten lang und fordert direkt viel Aufmerksamkeit vom Hörer. Diese wird allerdings mit einem vielseitigen Wechsel aus schwarzer Raserei, erhabener Epik und nachdenklicher Melancholie belohnt. Die Zeit muss man sich allerdings nehmen. „In Praise Of Sun“ kommt dann anschließend mit 10 Minuten weniger etwas früher durchs Ziel, beinhaltet allerdings auch weniger musikalische Abwechslung als der Vorgänger und fühlt sich hauptsächlich im finster-schleppenden Doom zuhause. Auf dem Titelsong gibt es dann auch sogar etwas weiblichen Gesang, welcher zwar auch eher getragen-melancholisch klingt, jedoch trotzdem angenehm auflockernd wirkt. Mit „Void“ wird es dann allerdings schnell wieder pechschwarz. „Decoding The Light Vault“ steigt dann mit gemarterten Stimmen sogar noch tiefer in den Abgrund hinab.

„Collide & Merge“ erfordert die richtige Stimmung

„Collide & Merge“ ist ein sehr vielschichtiges und tiefgehendes Werk. Die schweren Doom-Passagen und frostigen Black-Metal-Stürme fügen sich überwiegend sehr flüssig zusammen und sorgen für epische Momente der Dunkelheit. Auf der musikalisch-technischen Seite gibt es also nicht viel zu meckern. Leider ist es mit dem Album wie mit vielen (fast) reinen Instrumental-Werken: Man muss drauf stehen und in der richtigen Stimmung sein. Mit Kopfhörern bei Kerzenlicht vor der heimischen Anlage oder bei einem Spaziergang durch den nebligen Wald kommt das Werk wahrscheinlich am besten zur Geltung. Hier ist Aufmerksamkeit gefragt, denn für reine Hintergrundbeschallung eignet sich „Collide & Merge“ nicht.

25.01.2022

Der metal.de Serviervorschlag

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