Hirax - Assassins Of War

Review

HIRAX gehören ganz sicher zu der kompromisslosesten Bands ihres Genres. Denn seit 1985, als ihr Debütalbum „Raging Violence“ via Metal Blade erschien, hat sich rein musikalisch nicht allzu viel verändert. Warum? Nun, HIRAX sind nicht gerade die fleißigste Band der Welt, das muss man betonen. Mitte der 80er gestartet, folgte eine große Pause zwischen 1987 und 1997, in der die Band keine offiziellen Releases herausbrachte. Aber seit Ende der 90er sind sie umso kreativer und rastloser und bringen in kleinen Abständen immer wieder gutklassige Werke hervor.

So auch „Assassins Of War“. Die EP könnte man locker auf 1986 datieren. Denn rein von Stil ist die Mucke so angelegt, als ob es die 90er nie gegeben hätte. Auch die Produktion entspricht nicht dem neuesten Stand der Technik, was den Songs aber einen gewissen ursprünglichen Reiz verleiht. Man kann quasi fühlen, wie die Band bei jedem einzelnen der Songs im Proberaum steht und die Tracks einprügelt.

Und die Stücke im einzelnen machen tierisch Laune. Okay, der Sound hätte etwas fetter ausfallen können, dann würden die Songs noch mehr zünden. Wer sich aber ab und an schon mal ne Platte aus den 80ern anhört, der wird damit keine Probleme haben. So startet „Lucifer`s Inferno“ amtlich im Midtempo, mit einer dazugehörigen Prise Wahnsinn in der Stimme von Ausnahmesänger Katon W. De Pena, der wieder einmal beweist, dass Metal keine Hautfarben kennen muss. Das folgende „Summon The Death Dealers“ hat einen wunderbaren Flair, die Gitarrenläufe fügen sich klasse in den Song ein und sind einfach nur cool. „City Of The Dead“ wird allen Fans von alten ANTHRAX, SLAYER, DEATH ANGEL und EXODUS feuchte Träume bereiten. Der schleppende Track ist düster und extrem schwerfällig, überzeugt doch vor allem wieder durch seine simple aber markante Gitarrenarbeit. Das kurze „Invasion“, was man aufgrund seiner Kürze für einen schnellen Track halten könnte, ist aber ebenfalls ein recht schwerfälliger Song dafür aber auch kurzweilig. Das Titelstück „Assassins Of War“ zum Abschluss der feinen EP, bietet leider auch keinen Song in einer gehobeneren Geschwindigkeit. Lediglich die Gitarrensoli im Stück sind teilweise Pfeilschnell. Auch dieser Song ist in der typischen HIRAX Manier gehalten. Gute Nummer.

Insgesamt ist „Assassins Of War“ eine coole EP geworden, bei der eigentlich nur zu bemängeln ist, dass die ein oder andere Speed-Nummer sicherlich fehlt. Freuen wir uns auf die Tour im September, die HIRAX auch in einige Städte in Deutschland führen wird.

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24.06.2007

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