Carnal Forge - Gun to Mouth Salvation

Review

Schweden ist eigentlich ein Land, in dem es genügsam und ruhig zugeht. Eigentlich. CARNAL FORGE heben sich mit ihrem aggressiven Thrash deutlich von dem ab, was das skandinavische Land musikalisch sonst zu bieten hat. Nach zwölf Jahren reger bandinterner Fluktuation und zwei einzeln veröffentlichten Singles feiern sie am 25. Januar das Release ihrer jüngsten Full-Length Platte “Gun to Mouth Salvation“.

CARNAL FORGE bitten zum Tanz!

Inhaltlich geht es um Hass, Gewalt und innere Kämpfe. Musikalisch geht es um Melodic Death und Thrash Metal mit vereinzelten Metalcore Akzenten. Schon das Cover Artwork zeigt: Die fünf Schweden gehören keinem Kasperletheater an. Ein von Holz und Stacheldraht durchbohrter Totenschädel ziert das Werk. Zum Anfang geben sie die Möglichkeit, etwas aufzutauen und warm zu werden. Mit Stücken wie “Reforged“ oder “State of Pain“ liefern CARNAL FORGE Nummern mit absolutem Zugpotential, denen sich besonders bei live-Auftritten keiner entziehen können wird. Die Entscheidung für einen Favoriten fällt bei knapp 45 Minuten tanzbarem blankem Hass extrem schwer. Zu “King Chaos“ etwa hallen schon beim Hören der Scheibe „Hail! Hail! King Chaos all for one!“- Rufe  einer wilden Crowd im Kopf. Dazu der knackige Einstieg in Thrash-Manier, nach dem einem die zügigen Soli nur so durch die Matte fegen – Einfach unbezahlbar.
Bei “Bound in Flames“ meinen es die Jungs jedoch zu gut mit ihrer instrumentalen Diversität: Es wird strichweise etwas unangenehm für die Ohren. Diese kleine Unannehmlichkeit wird aber mit melodischen Gitarrensoli und passionierten Vocals wieder ausgebügelt. Bis zum bitteren Ende lassen die Schweden nicht locker und fesseln mit saftigem Beat und Gitarren, die bis zum Exzess gequält werden. Es gibt bei dieser dynamischen Musik keine andere Möglichkeit, als die inneren Hunde los zu lassen!

“Gun to Mouth Salvation“ ist Nackenschmerzen durch Passion

Die Band definiert für ihre Musik kein bestimmtes Genre und doch ist eines klar: Die ausgewogene Mischung aus Melo Death und Thrash wird mit Gangshouts, walzendem  Beat und Breakdowns erst richtig rund.  Vereinzelt verirren sich auch Ride oder Cow Bell im Gehörgang und zeigen ebenso wie die variationsreiche Gesangsdarbietung, die zwischen emotionalen und aggressiven Shouts schwankt, dass es bei CARNAL FORGE nicht um sinnloses Getrümmer geht. Facettenreichtum ist bei “Gun to Mouth Salvation“ Trumpf. Vor allem deshalb ist das Album wie für die breite Metal-Masse gemacht, ohne dabei anspruchslos zu sein.

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20.01.2019

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