Carnal Forge - Testify For My Victims

Review

Meine Fresse! Die Schweden CARNAL FORGE wollen es mit ihrem neuen Album „Testify For My Victims“ wieder mal wissen. Nach ihrem Wechsel von Century Media zu Candlelight Records gibt es auch personelle Änderungen in der Band. Erstmals ist der neue Sänger Jens C. Mortensen am Start, der Gruntmeister Jonas Kjellgren erfolgreich abgelöst hat. Der neue Mann am Mic ist aber dem alten Meister absolut ebenbürtig. Zwar wesentlich hardcorelastiger, aber trotzdem nicht von schlechten Eltern.

Wie schon auf ihren letzten Alben legen CARNAL FORGE erneut deftigen melodischen Deathmetal mit einem starken Newmetal Einschlag vor. Einen Stilbruch aus kommerziellen Gründen musste man bei der Band eigentlich nie befürchten. Obwohl man tempomäßig etwas vom Gas geht, die Songs grooven immens und gehen sofort ins Tanzbein oder sollte ich eher sagen ins Mosherkreuz. Perfekt ausgearbeitete Melodien gepaart mit einer treibenden Rhythmusfront und einem Sänger, der seine Hasspredigen geradezu wütend rauskotzt. So und nicht anders stellt man sich geilen melodischen Hartwurstmetal vor.

„Testify For My Victims“ ist das mittlerweile sechste Album in der Bandgeschichte der Band. Ein wirklich schlechtes Album haben die Jungs noch nie veröffentlicht. Auch ihr neues Brett macht da keine Ausnahme und bestätigt die Regel. Den Label- und Sängerwechsel merkt man nicht. Deathmetal der Extraklasse. Durchhänger in der Songliste wird man vergebens suchen. Die Songs sind allesamt mehr als gelungen und stellen für Fans groovigen Schwedendeaths eine absolute Kaufempfehlung dar.

28.05.2007

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1 Kommentar zu Carnal Forge - Testify For My Victims

  1. Matthias sagt:

    Was mir nicht in den Kopf will ist, warum fast jede Band von Album zu Album immer harmloser wird. Liegt das am Alter, an der modernen Musik, die immer mehr Raum erhält, oder gehen den Musikern schlichtweg die Ideen aus? Haben CARNAL FORGE auf den letzten Alben (ich denke da besonders an "Firedemon" auch wenns schon etwas her ist) noch ziemlich die Keule geschwungen, trödeln sie nun in (zugegeben aggressien) MIdtempo-Regionen rum. Aber: machen das nicht schon genug andere? Warum muss sich diese Band nun auch noch dem angesagten Trend anpassen? Sicher gibt es immer noch Uptempoparts, aber auch viel Hüpfmusik, die CARNAL FORGE sogar für Metalcoreler interessant machen dürfte. Nein, Metalcore spielen sie nun nicht, aber die Art wie sie ihren Sound mittlerweile rüberbringen erinnert mich häufig an diese Bewegeung. Teilweise bauen sie sogar derart melodische Parts ein, dass man denkt, es hier mit SOILWORK zu tun zu haben. Ich weiß nicht, mir gefällt diese Entwicklung nicht. CARNAL FORGE degradieren sich mit diesem Album zu einer von vielen Bands. Alles klingt so gleichförmig und angepasst. Schade.

    5/10