Imminence - Turn The Light On

Review

Galerie mit 20 Bildern: Imminence auf dem Knockdown Festival 2019

Die, im Inneren tragende Dunkelheit, mit Licht verscheuchen, den dunklen Gedanken mit leuchtender Energie gegenübertreten. All das soll charakterisierend für das dritte Album der Schweden IMMINENCE stehen.“Turn The Light On“ symbolisiert den ewigen, inneren Konflikt zwischen Selbstzweifel, Selbsthass, Selbstfindung und zeichnet gleichzeitig den musikalischen Weg der Schweden nach.

Mit dem Vorgänger „This Is Goodbye“ die Entscheidung treffend, das Tempo herauszunehmen und sich von jeglichen Definitionen frei machend wollend, irgendwo in einem Brei aus poppig, alternativen Metal wiederfindend, kann man „Turn The Light On“ als Manifestierung dieses Wandels verstehen.

„Turn The Light On“: Es poppt und es scheppert

IMMINENCE haben den für sich gesuchten Platz gefunden, auch wenn das weiterhin leicht zugängliche Metal-Pop-Nummern mit durchsickernden Core-Einschlag bedeutet. Das ist die Wohlfühlzone der Schweden und diese präsentieren sie mit einem gesunden Selbstbewusstsein und in nicht infrage zu stellender Qualität.

Auch wenn sich oft in zuckerigsüße, balladige Passagen („Saturated Soul“, „Love&Grace“) verloren und ausschweifend gesuhlt wird, sind es auch immer wieder die bissigeren, bitterbösen Momente („Room To Breathe“, „Infectious“), die alles wieder ins sprichwörtlich rechte Licht rücken und die Sache neutralisieren. Denn, wenn Fronter Eddie Berg mit wütend, gespuckt, kratzender Stimme einsetzt, blitzen rohe, ungeschliffene Nuancen durch, die nicht nach lustig-leichter-Tri-Tra-Trulla-La-Nummer klingen. In Momenten aufkeimender Aggressivität beißen IMMINENCE in alter Metalcore-Manier um sich, beißen richtig zu und hinterlassen klaffende Wunden.

IMMINENCE: Zurück und nach vorne

Mit „Turn The Light On“ lassen sich IMMINENCE auch diesmal nicht eine Schublade pressen. Sicherlich wurde hier wieder die Schablone „Melodien-Mitsingparts-Ohrwurmrefrains-Core-Gefrickel“ angelegt, dennoch beweist sich der Release als wütender, düsterer als sein Vorgänger und lässt deutlich mehr Ecken und Kanten zu.

IMMINENCE holen sich damit, zumindest in kleinen Brocken, ihre Qualitäten der Vergangenheit wieder zurück, was sich als hörbarer Schritt nach vorne beweist. Ja, mit „Turn The Light On“ könnte den Schweden hier das nötige Licht aufgegangen sein (schlechter Wortwitz am Ende.)

17.04.2019

It`s all about the he said, she said bullshit.

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Imminence auf Tour

26.06. - 28.06.20Full Force Festival 2020 (Festival)The Ghost Inside, 1349, Bleed From Within, Dagoba, Dying Fetus, Excrementory Grindfuckers, First Blood, Frog Leap, Get The Shot, Imminence, Knocked Loose, Milking The Goatmachine, Northlane, Polar, Primordial, Rise Of The Northstar, Risk It, Rotting Christ, Silverstein, Soilwork, Swiss & Die Anderen, Killswitch Engage, Obituary, August Burns Red, Being As An Ocean, Boysetsfire, Counterparts, Emil Bulls, Gatecreeper, Heaven Shall Burn, Kvelertak, Meshuggah, Nasty, Neck Deep, Of Mice & Men, Thy Art Is Murder, ZSK, Amon Amarth, Amaranthe, Anti-Flag, Creeper, Dawn Ray’d, Deafheaven, Equilibrium, Fleshgod Apocalypse, Oceans, Suicide Silence, The Rumjacks, Unprocessed, Sylosis, Lingua Ignota, Fit For An Autopsy, Raised Fist und Cult Of LunaFerropolis, Gräfenhainichen

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