Imperial Sodomy - Tormenting The Pacifist

Review

Ich muss zugeben, ein gewisses Grinsen kann ich mir nicht verkneifen, wenn ich Imperial Sodomys Debut-Full-Length-CD „Tormenting The Pacifist“ und die dazugehörige Bandinfo näher betrachte. Angefangen beim doch mehr als misslungenen Cover über Songtitel wie „Pacifistfucking“ oder „70% Vol.“ bis hin zu den Bandhoffnungen für die Zukunft, die laut Infoflyer in „totaler Gehirnzurückbildung“ liegen, weiß ich nicht, ob die vier Südfranzosen das hier alles ernst meinen. Wenn ja, dann…ach, lassen wir das und kommen lieber auf das Wesentliche, die Musik, zu sprechen. Was fällt einem beim ersten, kurzen Reinhören in die neun Songs auf? Alles klingt gleich. High-Speed-Drumgedresche trifft auf typische Death-/Grind-Riffs und brutales Gegrowle. Technisches Können kann man den Mannen um Sänger und Bassist Disaster sicherlich nicht absprechen, nur leider verpacken sie es in zum größten Teil absolut nervigem Geknüppel ohne Wiedererkennungswert, das es mir echt schwer gemacht hat, diese Scheibe mehr als drei Mal zu hören, bevor ich dieses Review schreibe. Einzig die Songs „Symphony Of Criminals“ und „In Flesh I Trust“ wissen durch ihre tempomässig gemäßigteren, mit tighten Gitarrenläufen versehenen Mittelteile, mit denen sich dann auch der oben bemängelte Wiedererkennungswert einstellt, zu gefallen und zeigen, was für ein Potential eigentlich in Imperial Sodomy steckt. Ob sie dieses aber jemals voll ausschöpfen, wage ich zu bezweifeln, da ihr selbstgestecktes Bandziel „Play Fast“ und die dazu gehörige, etwas stumpfsinnige, für die Zukunft gewünschte Steigerung „Play Faster“ lautet. Naja, wenigstens haben sie ihre eigenen Erwartungen vollkommen erfüllt, meine jedoch leider nicht. Fazit: Wer auf derbes Aggro-High-Speed-Geknüppel steht, kann bedenkenlos zugreifen und wird nach dieser halbstündigen CD Freudentränen vergiessen. An alle anderen: Finger weg!

06.02.2002

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1 Kommentar zu Imperial Sodomy - Tormenting The Pacifist

  1. mf_Greg sagt:

    >lol< Ich hatte die zweifelhafte Ehre, diese CD mal probezuhören, und zusammengefasst lässt sich das ganze so umschreiben: Ein einizger Highspeedgeknüppelsong ausgedehnt auf 30 min Spielzeit. Also wirklich, wenn jeder song sich komplett gleich anhört, wie der vorhergehende und auch in sich nicht wirklich Abwechslung bietet, so denke ich, dass nur Hardcore-Deather Ihre Freude dran finden können – wenn überhaupt…

    3/10