Infinite Horizon - Dominion

Review

Intelligentes Songwriting, präzises Gitarren-Riffing und eine kraftvolle Stimme. Viel mehr braucht ein gutes Power-Metal-Album im Grunde gar nicht. Und genau diese drei Dinge fügen sich bei INFINITE HORIZON zu einem überzeugenden Klangbild, das dem größten Teil des deutschen Power-Metal-Nachwuchses haushoch überlegen ist. Man kann die Band guten Gewissens in einem Atemzug mit den großartigen BRAINSTORM nennen, die genauso wie die unvergessenen SAVATAGE eine wichtige Inspirationsquelle darstellten.

„Dominion“ unterscheidet sich in seiner Ausrichtung nicht wesentlich vom Vorgängeralbum „Soul Reducer“, ersetzt aber dessen rockigen Groove überwiegend durch einen traditionelleren Metal-Ansatz. Nach wie vor würzt man den Sound mit einigen progressiven Elementen, ohne sich dabei in lästigen Frickel-Orgien zu verlieren. Dabei entstehen melodische Sahnehäubchen wie „28 Days“, aber auch eine High-Speed-Attacke wie „Liar“. Gab man sich auf „Soul Reducer“ noch durchwegs sozialkritisch, so werden diesmal etwa zu gleichen Teilen fiktive Geschichten behandelt. Stilistisch hat sich die Band dabei deutlich weiterentwickelt, so dass die Texte nun lyrischer und weniger plump wirken. Den Höhepunkt stellt hierbei die von Dan Browns „Illuminati“ inspirierte Halbballade „Code Of Decadence“ dar.

Neulinge sind INFINITE HORIZON im Geschäft beileibe nicht mehr. Allerdings klafft in der zehnjährigen Veröffentlichungsgeschichte eine fast fünf Jahre große Lücke, die durch Ärger mit der damaligen Plattenfirma weniger schön ausgefüllt wurde. Bei Black Bards Entertainment, die nach „Soul Reducer“ im Vorjahr nun auch „Dominion“ auf den Weg bringen, hat man aber nun glücklicherweise eine neue Heimat gefunden. Wir dürfen also in den nächsten Jahren auf weitere mitreißende Power-Metal-Stücke mit progressiver Schlagseite von einer Band hoffen, die den Durchbruch auf nationaler Ebene mit diesem starken Album mehr als verdient hat.

Bleibt zu hoffen, dass auch die Live-Aufnahmen vom Celtic Rock Open Air, die mittels der im Booklet abgedruckten Zugangsdaten betrachtet werden können, nach dem jüngst erfolgten Serverumzug bald über die Bandhomepage erreichbar sein werden. Zusammen mit den beiden direkt auf dem Silberling enthaltenen Video-Tracks, hat man den Fans damit nämlich ein nettes Bonus-Paket geschnürt.

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22.10.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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