Ironbound - The Lightbringer

Review

Polen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Exporteur von Metal-Acts entwickelt. Primär stehen Namen wie BEHEMOTH mit ihrem Sänger Adam Michał Darski oder auch VADER dafür. Neben den extremen Tönen sind unter anderem CRYSTAL VIPER aus Katowice seit Jahrzehnten in der Metal-Szene unterwegs und liefern klassischen Heavy Metal. Unweit von Katowice und damit ebenfalls im Kohlenpott liegt Rybnik. Dort sind IRONBOUND beheimatet, welche mit „The Lightbringer“ ihr Debütalbum abliefern und sich selbst zwischen NWoBHM und Hard Rock einsortieren.

„The Lightbringer“ – eine Reise in die Vergangenheit

2014 fanden sich IRONBOUND als Band zusammen. Die Inspiration für ihre Musik sind Namen wie IRON MAIDEN oder SAXON. Nach dem instrumentalen Opener „Far Away“ erklingt „The Witch Hunt“. Die Produktion ist old school und Sänger Luke Krauze versucht seinen Vorbildern, allen voran Bruce Dickinson, nachzueifern. „When Eagles Fly“ schlägt spätestens die Brücke zu einem IRON MAIDEN-Klon, ohne nur annährend an die Klasse der Vorbilder anknüpfen zu können. Vielmehr kommt der Song wie ein Underground-Track der 80er Jahre daher. „Smoke And Mirrors“ bewegt sich anfänglich im Mid-Tempo, um nach circa einem Drittel den typischen Sound des Heavy Metal der 80er Jahre aufzunehmen. Der um einige Oktaven höhere Gesang als bei „When Eagles Fly“ ist gewöhnungsbedürftig und sorgt für Stirnrunzeln.

„The Lightbringer“ bringt den IRON MAIDEN-Klon zurück, „Children Left By God“ kopiert in Teilen „Smoke And Mirrors“, verzichtet aber auf die Höhenlagen beim Gesang. „The Turn Of The Tide“ lässt Lagerfeuerromantik aufkommen. Was sich zunächst wie die Standardballade auf einem klassischen Metal-Album anhört, wächst im hinteren Teil mit solider Saitenarbeit und zeigt, dass die Herren bezüglich der Kreation von metallischen Melodien nicht untalentiert sind. „Light Up The Skies“ zieht das Tempo im NWoBHM-Style an, „Beyond The Horizon“ bleibt im NWoBHM-Rhythmus, legt Wert auf die Saiten und verzichtet auf den Gesang und sorgt mit der eigenwilligen Nummer für ein überraschendes Ende der Scheibe.

IRONBOUND zwischen IRON MAIDEN-Klon und NWoBHM

IRONBOUND bringen mit ihrem Debüt „The Lightbringer“ nichts Neues in die metallische Welt. Die Herren starten auf musikalischen Wegen, auf den bereits Horden an Bands in den vergangenen 40 Jahren unterwegs waren. Bis auf den Gesang bei „Smoke And Mirrors“ wurden Ausfälle vermieden. Auf der Habenseite werden „The Turn Of The Tide“ und das instrumentale „Beyond The Horizon“ verbucht. Wer neben den Outputs von JUDAS PRIEST, IRON MAIDEN oder DIO auf Material aus dem Underground steht, wo die Produktion etwas ungeschliffen ist und nicht jedes Riff in Perfektion gespielt wird, sollte die Scheibe antesten.

28.06.2021

Ein Leben ohne Musik ist möglich, jedoch sinnlos

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