Jon Olivas Pain - Festival

Review

Die Schmerzen von Jon Oliva gehen in eine neue Runde. Es dürfte ja fast ausgeschlossen sein, dass der Name JON OLIVA’S PAIN irgendjemand nichts sagen sollte, schließlich oblag es ihm, als ehemaliger SAVATAGE Oberguru und nun auf Solopfaden wandelnd, ein paar wirklich prägende Songs für die metallische Welt zu schreiben. Und sind wir ehrlich, der stets gut gelaunte Kugelblitz, der sehr gerne Tabak und Alkohol verfällt, ist auch ein sympathischer Zeitgenosse.

So lässt er sich nicht nehmen, heuer sein neustes Werk „Festival“ zum Besten zu geben. Zehn Lieder, eine knappe Stunde, Jonny lass‘ krachen, die Erwartungen sind hoch. Dass er gerne auf Festivals spielt, ist auch keine Neuheit, deshalb bietet sich der Titel ja faktisch an. Die ersten beiden Songs „Lies“ und „Death Rides A Black Horse“ erfüllen die Erwartungen weitestgehend. Der ziemlich verspielte Titeltrack „Festival“ lässt dann etwas nach und kann nicht mit den Vorgaben mithalten.

Dass JON OLIVA’S PAIN nicht ohne Balladen auskommen ist ohnehin klar, deshalb wäre mit der Mitwipp‘-Halbballade „Afterglow“ ein Anfang getan. Auch wenn eben diese mehr vor sich hin plätschert und insbesondere während den ruhigeren Passagen eher zum Hinwegschlummern einlädt. Glücklicherweise wird man von „Living On The Edge“ in einwandfreier SAVATAGE Manier aus der Schlafgefahr gerissen und wackelt – respektive singt beim Refrain automatisch mit.

Viel ansprechender als die leicht verkorkste Halbballade von gerade eben, kommt das angenehm ruhige „Looking For Nothing“ rüber. Den Wechsel zwischen soft und hart hat er raus, denn „The Evil Within“ rockt dort weiter, wo „Living On The Edge“ aufgehört hat. Allerdings nur während der ersten Hälfte des Songs. Die andere Hälfte besteht aus einem etwas unpassenden psychodelisch-instrumentalen Part, nach welchem ein Solo dem Stück praktisch den Garaus macht. Hätten sie besser den Mittelteil weggelassen und dafür nach dem Solo nochmal richtig reingedonnert.

Ein typisch melodiös-orchestraler OLIVA/SAVATAGE Track folgt dann nochmals mit „Winter Haven“, welcher meines Erachtens zu den Highlights auf dem Album gehört. Genau wie Gassenhauer „I Fear You“. Nach dem Stück hätte es eigentlich auch gut sein können, aber Jon wäre nicht Jon, wenn nicht am Ende der Nahrungskette noch die emotionalste Ballade des Albums „Festival“ stehen würde.

Die hohen Erwartungen, insbesondere diejenigen welche darauf abzielten, dass „Festival“ ein Album ist, welches das, meines Erachtens eher schwache „Global Warning“ einfach wegfegt, haben sich leider nicht in Gänze erfüllt. Zwar gibt es diverse lichte Momente bei der hier vorliegenden Veröffentlichung, aber für eine absolute Top-Platzierung reicht das definitiv nicht. Trotz des Kultstatus von Jon Oliva und Band, kommen hier objektiv betrachtet nicht mehr als sechs Punkte raus.

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10.02.2010

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