Kaledon - The King's Blacksmith

Review

Schon vom Coverartwork samt Bandlogo her sollte klar sein, wohin die Reise mit KALEDON geht. Die Italiener haben mit ihren vorangegangenen Werken schon bewiesen, dass sie eine Vorliebe für Konzeptalben epischen Ausmaßes haben. „Legend Of The Forgotten Reign“ erstreckte sich genau über sechs Alben, mit „Altor: The King’s Blacksmith“ startet man einen neuen Zyklus, der mit Klischees genauso überladen ist wie seine Vorgänger.

Euro Power Metal in Reinkultur bieten die Römer auch im fünfzehnten Jahr ihres Bestehens. Soll heißen: Typisch verfrickelte Speedpassagen, symphonische Keyboards, Gesang in höheren Lagen und Texte, zu denen sich wunderbar Trinkspiele veranstalten lassen. Natürlich dürfen auch dezente Hörspielelemente nicht fehlen – Hufgetrappel und Schlachtenlärm beispielsweise. Nach einem Intro, das auch hervorragend in einen historischen Kostümfilm passen würde, bleiben nach “Childhood“ und “Between Hammer And Anvil“ auch keine weiteren Fragen offen. KALEDON tendieren stark in Richtung ihrer Landsleute RHAPSODY OF FIRE und LABYRINTH, können den genannten Bands aber (noch) nicht das Wasser reichen. Allerdings hat man sich im Laufe der letzten Alben stetig verbessern können, was zum Teil natürlich Sänger Marco Palazzi zu verdanken ist, der wesentlich kraftvoller und rauher klingt als sein Vorgänger. Auch hat man inzwischen die richtige Balance zwischen symphonischen und metallischen Anteilen gefunden – nur ganz selten wirken die Keyboards zu überladen. KALEDON servieren überwiegend griffige Uptempo-Nummern, gespickt mit allerlei stiltypischen Elementen: verspielte Soli, knackiges Drumming und zum Mitsingen geeignete Refrains. Eine Ausnahme bildet die obligatorische Power-Metal-Ballade. Die sind ja sowieso schon Geschmackssache, aber mit “ Lilibeth“ fabriziert man derart klebrig-süßen Kitsch, der wohl ohne Umschweife jeden Diabetiker ins Koma befördert. Von da an geht es aber wieder bergauf mit Hymnen wie “Kephren“ und “Screams In The Wind“, das abschließende “A Dark Prison“ mit Unterstützung von Fabio Lione (Ex-RHAPSODY OF FIRE, LABYRINTH etc.) ist gar der stärkste Track des Albums.

Innovationen kann man freilich nicht erwarten, auch wenn die Römer mittlerweile aus der dritten Liga des Italo Power Metal aufgestiegen sind. KALEDON wirken wie eine stimmige Verkörperung sämtlicher im Power Metal vorhandenen Klischees und wer an eng geschnürten Lederhosen, Schwertern und verzweifelten Jungfrauen Gefallen findet, ist mit „Altor: The King’s Blacksmith“ gut bedient. Für die meisten anderen Hörer reicht es zumindest für ein kurzweiliges Vergnügen.

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05.05.2013

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