Karg - Resilienz

Review

Galerie mit 16 Bildern: Karg - Album Release Tour 2020 in Berlin

KURZ NOTIERT

KARG haben im Februar 2020 ihr siebtes Studioalbum „Traktat“ veröffentlicht und im Spätsommer die EP „Resilienz“ in digitaler Form nachgeschoben. Diese gibt es ab 22.01.2021 auch in physischer Form. Obwohl diese Veröffentlichung nur zwei Songs beinhaltet, hat sie in bester KARG-Manier eine Länge von über 35 Minuten. Stilistisch weicht das Projekt um Mastermind J.J. (u. a. auch HARAKIRI FOR THE SKY) hier nicht weit von seinem letzten Release ab, wirkt in der Gitarrenarbeit aber etwas druckvoller und sorgt ganz am Ende des Songs „Lorazepam“ für eine echte Überraschung. Sowohl musikalisch als auch textlich überwiegend von tiefer Melancholie und Verzweiflung geprägt, macht „Resilienz“ hier zumindest teilweise eine 180-Grad-Wende. Während die Melodie einen unverkennbar positiven Klang annimmt, spricht aus den Lyrics eher Resignation. Vielleicht ist daraus ein Sich-Abfinden zu lesen, eine erzwungene „Resilienz“. Insgesamt eine gute EP, auch wenn sie nicht vom Hocker reißt. Für Fans von KARG und Co. lohnt sie sich aber in jedem Fall, denn sie lädt wie gewohnt zum sehnsüchtigen Suhlen in bittersüßer Traurigkeit und rasender Wut ein.

16.01.2021

headbanging herbivore with a camera

Der metal.de Serviervorschlag

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5 Kommentare zu Karg - Resilienz

  1. elLargo sagt:

    Bittersüße Traurigkeit und Rasende Wut passt perfekt. Das ist das härteste was JJ mit Karg hervorgebracht hat, natürlich steht aber verträumte Melancholie weiterhin im Vordergrund. Ich mochte Traktat sehr, kann aber für mich persönlich immer die Spiellänge kritisieren. Da reichen mir knapp 30 min völlig aus.

    8/10
  2. Schraluk sagt:

    Ich kann mit diesem ganzen Ösi-Ding nichts anfangen. Ich verstehe auch nie, warum einzelne Mitglieder immer noch ne Band brauchen, um ähnlichen Sound zu machen. Der ist dann in der Regel auch noch strunzlangweilig. Immer die selben Melodien, langweiliger und eintöniger Gesang, stundenlange Wiederholungen ermüdender Parts etc. Also nee, dieses ganze Anomalie-Harakiri-Karg etc. Karussell ist nix für mich. Selbst live langweilt mich das zu Tode.

  3. Lord Budweiser sagt:

    Ich finds auch eher langweilig… Wenn überhaupt können Ellende das musikalisch noch am besten rüberbringen. Aber Harakiri For The Sky und Karg würde ich ohnehin nicht als die Speerspitze des Black Metals aus Österreich betrachten.
    Ich denk da eher an die 90er und an Bands wie Abigor, Summoning und Dornenreich… Da brauch man über die vorhergenannten eigentlich garnicht mehr reden.
    Versuchs mal mir VarulV und Waldschrat… die fand ich zuletzt ziemlich gut. Haben halt mit diesem nullachtfünfzehn ösi schnulzen black metal wenig zutun. Vielleicht gerade deswegen eine gute Empfehlung

  4. Schraluk sagt:

    Oh, ich wollte gar nichts gegen österreichischen Black Metal per se sagen. Waldschrat‘s ‚Metropolis wird fallen‘ steht bei mir im Regal und die finde ich teilweise auch sehr gut. Allerdings driften die bei 1-2 Stücken auch in so ne ‚Dödelecke‘ ab. Auch Rauhnåcht, Perchta, Unlight, Varulv etc haben teils sehr gute Sachen gemacht und Talheim veröffentlichte auch regelmäßige andere gute Dinger aus Österreich.
    An diesem ganzen ‚Bäumchen wechsel dich Spiel‘ besagter Bands (Harakiri, Karg etc.) nerven mich diese nervtötenden Wiederholungen abgeschmackter Parts. Mich nervt diese mediale Überpräsenz bei deren mittelmäßigen Releasen und das künstlich Hochjazzen eines Styles, der aber so was von ausgelutscht ist. Mich nerven diese Typen in Interviews wie sie über ihre VÖs sprechen, so als ob das total technisch ausgeklügelte Scheiben sein und die Texte sind ja eh immer von einer unfassbaren Tiefe. Nein. Sind sie nicht.

    Anyway, soll jeder hören was er oder sie mag. Ich mag diese ganzen AOP und Konsorten Sachen nicht.

  5. Rauberts sagt:

    Ich könnte instrumental mit Karg einiges anfangen. Leider ist der Gesang sehr unsauber und monoton. Unsauber emfpinde ich ihn, weil der Sänger leider Töne teilweise voll daneben haut, nicht trifft.
    Seltsamerweise kann ich mit den englischen Gesang bei Harakiri for the Sky gut leben, sprich es klingt nicht so dabeben.
    Schade eigentlich. Das ging mir bereits so, als ich bei der Traktat einige Ohren riskierte.