Karg - Resignation

Review

Galerie mit 16 Bildern: Karg - Album Release Tour 2020 in Berlin

Mit „Resignation“ veröffentlichen KARG ihr bereits achtes Studioalbum, gut zwei Jahre nach „Traktat“ und der EP „Resilienz“. Dieses bringt ein paar Neuerungen mit sich, auch wenn die Österreicher ihren Stil grundsätzlich beibehalten. Am auffälligsten ist, dass das aktuelle Album inklusive Bonustracks mit gut 53 Minuten rund 20 Minuten kürzer ist als seine Vorgänger, von EPs natürlich abgesehen. Weniger Musik mag auf den ersten Blick zwar wie ein Nachteil wirken, doch die auf Normallänge reduzierte Spielzeit verringert das Risiko einer gewissen Abnutzung. Die einzelnen Tracks, von denen es dieses Mal nur vier gibt, haben trotzdem die gewohnte Überlänge, sodass sich die Stücke nach wie vor ausgiebig entwickeln können. Die beiden Bonustracks sind dagegen entsprechend kurz.

Geschrieben wurde „Resignation“ von Mastermind J.J. in der Abgeschiedenheit einer Berghütte, wo er zudem den Roman „Die Asche vergangener Winter“ verfasst hat, der zeitgleich mit dem Album erscheint.

KARG lassen das Licht durchscheinen

„Resignation“ fängt leise an, mit dem Opener „Was bleibt“, der sich mit melancholischem Saitenzupfen und postigem Klimpern langsam aufbaut. Es folgt der Ausbruch in eine verzweifelt-dramatische Melodie begleitet von geschrienen Vocals. Zu Anfang liefern KARG also genau das, was man von ihnen erwartet. Vor allem gegen Ende des Stücks nimmt die Melodie einen verträumten, positiven Klang an, der an die Sonnenstrahlen nach einem Regenguss erinnert. Dieser kathartische Umschwung, der sich sehr gut durch den Einsatz von klassischen Postrock- und Shoegaze-Elementen erreichen lässt, unterstreicht die bittersüße Melancholie, die KARG zu ihrem Standardprogramm zählen können. Düsterer geht es bei „EBBE//FLUT“ zu, doch auch hier und in den anderen Tracks scheint das Licht durch, meist natürlich im krassen Gegensatz zu den Lyrics. Als Tipp ist allerdings „Grab der Wellen“ zu nennen, dem die besten Melodien auf „Resignation“ zugedacht wurden.

„Resignation“ überrascht am Ende doch

Für eine kleine Überraschung sorgt der letzte und mit 14,5 Minuten längste Song „Generation ohne Abschied“. Hier steuert der Hamburger Rapper Private Paul Gastvocals bei, und das natürlich als Rap. Dies fügt sich jedoch gut in das Stück ein. Auch die anderen Gastauftritte, unter anderem von Klara Bachmair (FIRTAN) an der Violine, sind sehr gelungen. Vor allem die eingesprochenen Passagen in „Was bleibt“ und „Generation ohne Abschied“ sorgen für ordentlich Atmosphäre. Weiterhin Geschmackssache bleibt dagegen der Gesangsstil von J.J. selbst. Die eher laut gesprochenen als gesungenen Vocals widersetzen sich sowohl der Zuordnung zum Klargesang als auch der zu Growls & Co. und kommen etwas monoton daher. Am Ende kann man damit aber gut leben. Gleiches gilt für die Bonustracks, die man hier nicht unbedingt gebraucht hätte, die aber eine nette Ergänzung sind.

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19.11.2022

headbanging herbivore with a camera

Der metal.de Serviervorschlag

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