Keiser - Our Wretched Demise

Review

KEISER rufen mit „Our Wretched Demise“ zur Schlacht

Mit Schlachtenlärm und Sirenen im Intro „Prelude To War“, blasen die norwegischen KEISER zum Angriff und machen mit dem folgenden „Scourge Of The Wicked“ keine Gefangenen. Durch Blastbeat-Attacken und abwechslungsreiche Gitarrenarbeit bietet die erste Singleauskopplung direkt einen starken Einstieg, welcher einen guten Vorgeschmack auf das Kommende bietet. Das stampfende „Cannons Of War“ feuert eingängig aus allen Rohren und könnte sich vor allem live zu einem Hit entwickeln (sobald dies in hoffentlich absehbarer Zeit wieder möglich ist). Mit rhythmischer Epik und melodischen Soli lässt „When Fire Rides The Night Sky“ das im Titel beschriebene Bild vor dem geistigen Auge entstehen. Das folgende „Shroud“ geht mit einem Wechsel aus Groove und Blastbeats in die Vollen und wirkt teilweise wie eine Mischung aus EMPEROR und WATAIN. Überhaupt ist die abwechslungsreiche Gitarrenarbeit auf diesem Album besonders zu erwähnen. Die zornige zweite Single „Far From Human“ donnert mit seinen knapp über drei Minuten sehr straight und knackig aus den Boxen und das verträumte Akustik-Instrumental „The Fog“ gewährt anschließend eine kurze Verschnaufpause. Die entspannte Atmosphäre wird allerdings von „Eternal Onslaught“ in Grund und Boden geknüppelt, bevor es mit dem 10-minütigen Titelsong und seinem einprägsamen Hauptriff in Richtung Zielgerade geht.

Der Kriegsrauch lichtet sich

Zusammengefasst ist KEISER mit „Our Wretched Demise“ ein gutes und abwechslungsreiches Album gelungen, welches melodische Gitarren mit harten Knüppelpassagen gekonnt vereint. Die Produktion ist angenehm trocken und im Vergleich zum Vorgänger vor allem beim Schlagzeug ein Schritt nach vorne. Trotz des Lobes, ist sicher noch ein bisschen Luft nach oben und das Album braucht ein paar Durchläufe, um sich komplett zu entfalten und langfristig im Gedächtnis zu bleiben. Für alle, die es lieber etwas vertrackter mögen und einem Album gerne ein bisschen Zeit geben, sollte dies jedoch kein Hindernis sein. Norwegen und Black Metal passt halt auch 2020 immer noch wie Arsch auf Eimer.

(Review von Steffen Gruß)

20.11.2020

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