Lacrimas Profundere - Ave End

Review

Galerie mit 14 Bildern: Lacrimas Profundere - Hope Is Human Tour 2017 in Bochum

Mit einem stolzen neuen Album können sich die deutschen Gothrocker LACRIMAS PROFUNDERE schmücken. „Ave End“ nennt sich ihr offiziell viertes Album bei Napalm Records in Folge, welches nach dem dortigen Labeldebüt „Memorandum“, neben „Burning a Wish“ und „Fall, I will follow“ bei selbigen Label, um ein ganzes Stück rockiger und eingängiger geworden ist. Wurde auf „Memorandum“ noch die träge „Düster“-Schiene gefahren, so haben sich die Jungs mit ihrem neuen Album viel stärker zu straighteren Songs hinziehen lassen. Ganz im Stile der Finnen CHARON backen LACRIMAS PROFUNDERE schwermütige Songs, vermitteln eine einzigartige melodische Tiefe und vergessen dabei nicht, den gewissen Drive in ihre Songs mit einfließen zu lassen. Durch ihr wohlpromotetes Video lässt sich Wohl oder übel nicht vermeiden, dass sogar diverse Musiksender verstärkt Interesse zeigen. Wie dem auch sei, LACRIMAS PROFUNDERE lassen den Hörer nicht mehr so schnell los. Die Melodien fräsen sich regelrecht ins Gedächtnis und durch eine Fülle abwechslungsreicher Songs, bei denen keiner wie der andere klingt, entfesselt das Sextett um den begabten Sänger Christopher packende Melancholien, die einen regelrecht in den Keller ziehen können. Chronisch depressiv angehauchte Personen sollten demnach besser einen großen Bogen um dieses Album machen. Ein derart starker Cocktail aus Hoffnung, Wut, Aggression und Melancholie kann nicht selten suizid wirken. Nichtsdestotrotz, LACRIMAS PROFUNDERE klingen nicht überproduziert, ihr neues Album kommt fett, spiegelt aber nicht das klassische Peter Tädtgren – Bombast – Syndrom wieder. „Ave End“ klingt natürlich und behält den gewünschten Restanteil von wohl dosierter Rauhigkeit. Die Songs wirken deshalb oft ein bisschen „dreckig“ und haben ihre überaus eigenwillige Note. Dies macht LACRIMAS PROFUNDERE´s neues Album zu einem gut durchwachsenen Album, das auf seine Weise doch recht innovativ ist. Es stellt deshalb eine ernste Empfehlung an alle Gothicrock-Fans dar und ist genau das richtige Album für verregnete Sommertage oder wenn man´s so will, für den ja schon bald nahenden Herbst.

19.08.2004

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