Lacrimas Profundere - Hope Is Here

Review

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Drei Jahre nach „Antiadore“ sind LACRIMAS PROFUNDERE mit ihrer elften Platte „Hope Is Here“ zurück. Wo sich die Oberbayern mit den vorherigen Alben immer mehr als die legitimen Erben von HIM etablierten, schlägt die Band 2016 etwas andere Töne an.

Denn „Hope Is Here“ ist das erste Konzeptalbum von LACRIMAS PROFUNDERE. Die Band erzählt die Geschichte des Jungen Aramis, der allein durch einen dunklen Wald wandert, weil er von der Gesellschaft ausgestoßen wurde. So weit, so Gothic-Klischee. Die erzählte Geschichte zieht mit „The Path Of Broken Homes“ nicht nur ein vollkommen nichtssagendes Interlude nach sich, sondern hatte scheinbar auch enormen Einfluss auf die Musik. Die Songs sind generell ruhiger, zurückhaltender und noch poppiger als zuletzt. Das muss nicht zwingend schlecht sein. Doch die Gleichförmigkeit der Stücke auf „Hope Is Here“ sorgt spätestens nach der ersten Hälfte für aufkeimende Langweile.

Da LACRIMAS PROFUNDERE schon seit „Filthy Notes For Frozen Hearts“ nicht die Könige der Abwechslung sind, liegen die größten Probleme der Platte allerdings woanders. Schon das eröffnende „The Worship Of Counting Down“ wirkt eher wie ein Rausschmeißer. Der überlange Song nimmt nie wirklich Fahrt auf und kommt nicht auf den Punkt. Das gilt leider für die meisten Stücke auf „Hope Is Here“. Die Gesangsmelodien sind nicht so groß wie sie gerne wären. Die Gitarrenriffs bleiben stets im Hintergrund. Es fehlt durchweg an der Energie, die frühere LACRIMAS PROFUNDERE-Alben ausgezeichnet hat. Auch da folgten die Songs oft ähnlichen Strukturen. Doch dank Hits vom Format eines „My Release In Pain“ oder „Again It’s Over“ war das nie ein Problem.

Dabei haben manche Songs durchaus gute Ideen („Awake“, „Timbre“). Aber auch diese verlieren sich schlussendlich in den immer gleichen balladesken Strukturen, die einfach nicht reichen, um ein Album durchgehend spannend zu halten. Einzig „No Man’s Land“ zeigt mit einer einprägsamen Keyboard-Melodie das Hitpotential, das in LACRIMAS PROFUNDERE steckt. Die Energie früherer Tage wiederum findet sich im aggressiven Riffing von „A Million Miles“ wieder. Produktionstechnisch gibt es an „Hope Is Here“ nichts auszusetzen. Die Platte hat einen gewohnt fetten Sound, ohne den Zuhörer mit massiver Überproduktion zu erdrücken.

„Hope Is Here“ zeigt Mut zur Weiterentwicklung und einige gute Ansätze. Der Mangel an starken Melodien zieht das Album allerdings ebenso ins Mittelmaß wie die fehlende Energie. Das konnten LACRIMAS PROFUNDERE in der Vergangenheit deutlich besser.

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05.08.2016

"Irgendeiner wartet immer."

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