Light Of The Morning Star - Charnel Noir

Review

Soundcheck Oktober 2021# 24

LIGHT OF THE MORNING STAR ist ein Einmannprojekt aus London und legt vier Jahre nach dem Debüt „Nocta“, das auf die EP „Cemetery Glow“ folgte, den Zweitling „Charnel Noir“ vor. Dafür hat sich der Musiker, der nur unter dem Pseudonym O-A auftritt, einen Deal beim Label Debemur Morti gesichert. Musikalisch wird es so düster wie das Albumcover. Wir unternehmen eine Reise in den Gothic Metal.

„Charnel Noir“ – Mehr Patchouly als Parfum

Entschuldigt den vielleicht etwas platten Wortwitz mit der bekannten Parfum-Marke Chanel, aber LIGHT OF THE MORNING STAR entsteigen mit ihrer Musik geradewegs einer Gruft. Düstere Riffs paaren sich mich sphärischen Keyboardklängen und die Stimme von O-A ist mit ordentlich Nachklang und Hall versehen, sodass es sich anfühlt, als würde er uns von ganz weit weg zusingen. Wobei das Singen auch des Öfteren nicht über ein der Atmosphäre angeglichenes Flüstern hinausgeht.

Gotische Düsternis mit leichtem Einfluss von Bands wie MOONSPELL oder bestimmten Phasen von PARADISE LOST bestimmt den weiteren Verlauf des Albums. Am besten macht sich das Album abends, bei zugezogenen Vorhängen, einem angezündeten Räucherstäbchen mit oben genannter Duftnote und einem Glas schwermütigem Rotwein.

Die Klangewelten, die O-A heraufbeschwört, sind einnehmend und atmosphärisch, lediglich ein richtiger Single-Hit oder ein besonders herausstechender Song bleibt „Charnel Noir“ verwehrt. Am ehesten würde sich dafür „Hymn In Hemlock“ eignen, welches die gotische Schwermut mit einer willkomenen Leichtigkeit paart. Stücke wie „There Are Many Shadows“ machen die Leichtigkeit aber auch zugleich wieder zunichte und kommen mit einem Haufen doomiger Elemente daher.

LIGHT OF THE MORNING STAR – Kein Licht am Ende des Tunnels

Mastermind O-A könnte mit seinem Projekt wunderbar im London Dungeon auftreten, um eine Stimmung zu erzeugen, die mit Sicherheit beeindruckend wirken kann. Fans des Gothic Metals können sich hier einen Fix abholen, mit dem sie sicherlich glücklich werden. Das britische Einmannprojekt bietet auf „Charnel Noir“ knappe vierzig Minuten Düsterunterhaltung.

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04.10.2021

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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