Lock Up - Violent Reprisal

Review

Auch wenn es auf den ersten Blick so aussehen mag, ist „Violent Reprisal“ kein reguläres neues Album der Grindcore-Knüppler um den verstorbenen NAPALM-DEATH-Gitarristen Jesse Pintado, sondern eine Wiederveröffentlichung der beiden Alben „Pleasures Pave Sewers“ und „Hate Breeds Suffering“. Das Teil kommt digital remastert und mit dem Bonustrack „We Are Satan’s Generation“ über FETO Records auf den Markt, dem Label von Shane Embury, der ja bekanntlich auch den Bass bei LOCK UP schwingt.

Musikalisch gibt es natürlich wie gehabt die absolute Vollbedienung in Sachen Grindcore. Das Abrisskommando LOCK UP gibt hier auf beiden Alben alles und gönnt dem Konsumenten nicht einen Augenblick gepflegte Ruhe. Hier herrscht der Grindblast von vorne bis hinten und die Faust geht immer direkt ans Kinn. Aufgelockert mit etwas Uptempo-Hardcore rödeln sich die vier Burschen schwer amtlich durch die gesamte Scheiblette und hinterlassen nichts außer verbrannte Erde und Staub.

Die beiden Sänger Tompa Lindberg (u.a. ex-AT THE GATES) und Peter Tägtgren (u.a HYPOCRISY) geben ebenfalls jeweils auf einem der Alben alles und Kreischen sich wie besengte Säue die Seele aus dem Leib. Totaler Grindcore!

Dass der Sound aufgemotzt wurde, nehme ich allerdings nur marginal wahr. Im direkten Vergleich mit den beiden Originalen tönt „Violent Reprisal“ etwas vollmundiger und die beiden Alben sind Sound-mäßig aufeinander abgestimmt. Im Großen und Ganzen ist die Aufarbeitung aber nicht wirklich gravierend. Trotzdem ist „Violent Reprisal“ alles andere als überflüssig, denn man hat so die Möglichkeit, beide Hammerscheiben auf einen Schlag zu ergattern, was besonders für LOCK-UP-Neueinsteiger einen deutlichen Kaufanreiz darstellen dürfte.

Für all jene, die „Pleasures Pave Sewers“ und „Hate Breeds Suffering“ bereits ihr eigen nennen, dürfte „Violent Reprisal“ nicht wirklich interessant sein, aber alle anderen, die LOCK UP noch nicht kennen oder die Anschaffung der Scheiben bisher immer vor sich her geschoben haben, sollten hier nun (endlich) zuschlagen. Eine bessere Möglichkeit gibt es nicht.

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29.10.2007

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