Loud At Least - Painful Exploration

Review

Wenigstens laut! Der Bandname drückt aus, wie sich die drei Österreicher Gernot Reisner, Oswald Theisl und Gernot Schilcher die Musik vorstellten, die sie spielen wollten, als sie die Bandgründung beschlossen. Wenigstens laut sollte sie sein. So wurde LOUD AT LEAST ins leben gerufen und heuer liefern sie ihr Debut-Album „Painful Exploration“ ab.

Als geradelinigen, klassischen Heavy Rock bezeichnen die Ösis ihren Stil. Im Grunde werden Elemente aus Hard Rock und Heavy Metal vereint, mit deutlicher Dominanz des Ersteren. So geht es mal hymnisch-melodisch, mal knackig fetzend, aber durchaus auch schon mal richtig dynamisch zu Werke. Viele Stücke haben eine ausgesprochene Gigkompabilität und werden live bestimmt noch besser fruchten.

Die Kompositionen sind recht abwechslungsreich. Das qualitative Level steigt und fällt immer mal wieder, aber im Großen und Granzen liefert das Trio eine bodenständige Leistung ab. Das druckvolle „Nightmareraiser“, die hymnische Stadionnummer „Drive Any Road“, der bluesige Rocker „Dance Little Honey“, das knackige „Circle Of Madness“ und die emotionale Ballade „Dark Horizons“ sind für mich die Anspieltipps des Albums.
„Let´s Start The Show“, „Walk On Fire“ oder auch der Titeltrack „Painful Exploration“ sind dagegen eher zu den schwächeren Songs zu rechnen und können keine Akzente setzen.
Technisch gibt es nichts zu bemängeln. Die instrumentelle Darbietung ist solide, und Sänger Gernot Schilcher hat ein leicht rauhes, aber trotzdem melodisches Organ in mittlerer Lage, das Refrains gut ausreizen kann. Außerdem hat er eine gute Stimmpower, Ausdruckskraft und kann die Töne halten. Die Produktion ist kraftvoll, nicht zu glatt poliert und passt zum Heavy-Rock-Sound.

LOUD AT LEAST müssen das qualitative Auf und Ab noch etwas in den Griff kriegen und mehr kompositorische Konstanz walten lassen. Ich ordne „Painful Exploration“ im vorderen Mittelfeld ein, kann mir aber vorstellen, dass da in Zukunft noch mehr drin sein kann. Für ein in Eigenregie produziertes Debutalbum ist aber auch diese Leistung nicht zu verachten. Und wie gesagt: live transportieren die Stücke vermutlich etwas mehr Energie.
Anhänger des abwechslungsreichen Hard- und Heavy Rock sollten auf der Myspace-Seite ein Ohr riskieren.

05.06.2009

Der metal.de Serviervorschlag

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