Malicious - Deranged Hexes

Review

Der Promo-Waschzettel kündigt das Erstlingswerk der finnischen Death-Metaller MALICIOUS mit wilden und barbarischen Songs an. Dieses Versprechen wird mit der ersten Sekunde des Openers “Infinite Perdition” schonungslos eingelöst. Der Track durchbricht die Schallgrenze augenblicklich und ebnet den Weg für fünfundzwanzig Minuten Lärm und Boshaftigkeit.

“Deranged Hexes” ist erlaubt dem Hörer keine Verschnaufpause

Kaum hat man sich vom schwarz angehauchten Gesang und den irrwitzig schnellen Riffs erholt, geht es mit “Ecstasis” wie gehabt weiter. Ohne wirklich erkennbare Song-Strukturen wird das Gaspedal durchgedrückt, bis die Ohren bluten. Die Gitarristen scheinen mit jedem Takt noch ein paar BPM draufzupacken, das verwaschen klingende Schlagzeug kommt dabei kaum hinterher. Dennoch vermitteln die Musiker bei allem Chaos eine gewisse Versiertheit an den Instrumenten.

Auf “Deranged Hexes” verkaufen sich MALICIOUS stark unter Wert

Unter dem rasanten Tempo der Songs und dem holprig rohen Gesamt-Mix leidet der Hörgenuss allerdings extrem. Schon nach einer Viertelstunde nimmt man kaum mehr als brummende Frequenzen aus den Boxen wahr und das vielversprechende Intro-Riff von “Impuritys Total Downfall” verliert sich allzu schnell in Beliebigkeit. Das ist wirklich schade, denn hätten MALICIOUS zwischendurch mehr Wert auf das Songwriting gelegt, wären sicherlich sehr interessante Ergebnisse entstanden. Die oftmals diffizilen Soli und Breaks sind auch nur mit größter Wachsamkeit herauszufiltern, was anstrengend und nervig ist.

MALICIOUS veröffentlichen ihr Debütalbum als Demo-Version

Insbesondere die Gitarrenparts werden Freunden von Death-Metal-Riffs à la Trey Azagthoth in Erinnerung bleiben. Ansonsten haben MALICIOUS zugunsten eines brutalen, klanglich kaum editierten Mixes eine Visitenkarte hinterlassen, die wenig mehr als ein Demo in Albumlänge darstellt.

23.10.2020

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1 Kommentar zu Malicious - Deranged Hexes

  1. ultra.silvam sagt:

    Geiles Teil. Auch nichts anderes zu erwarten bei einer Invictus Productions Veröffentlichung. Schlägt in die selbe Kerbe wie Vorum/Concrete Winds, oder Degial. Sound ist auch richtig schön organisch und eine Hörfreude für Death Metal Fans die nicht auf Plastiksound stehen.

    8/10