Marasmus - Necrotic Overlord

Review

Der US-Bundesstaat Kansas ist bekannt für seine häufigen Tornados und MARASMUS liefern mit „Necrotic Overlord“ das passende musikalische Gegenstück. Das Album wurde zusammen mit Mitgliedern der gleichgesinnten Kollegen von UNMERCIFUL eingetrümmert und wird seinem Namen vollends gerecht. Hier werden weder Kompromisse noch Gefangene gemacht. Nach zwei Studioalben und zwei EPs hat die Band hier wieder einen echten Wutbrocken abgefeuert.

MARASMUS – Death Metal-Tornado aus Kansas

„Ectoplasmic Violation“ beginnt den Sturm wie ein schweres Donnergrollen, das sich im brutalen „Appeasing Thanatos“ zu einem Gewitter aus Blastbeats und Breakdowns verwandelt. Der griechische Totengott wird zwar eher mit Sanftheit in Verbindung gebracht, dürfte aber an dieser gewaltsamen Widmung trotzdem seine Freude haben. Das Schlagzeug rattert erbarmungslos wie ein Hagelsturm und die schweren Gitarren drücken wie eine Orkanböe. Stilistisch ist das Ganze in der Nähe von Bands wie zum Beispiel NILE oder BEHEMOTH zu „Demigod“-Zeiten einzuordnen. Während der Titelsong wie ein tosender Wirbelsturm aus Tod und Verderbnis ist, gibt es im ruhigen Intro zu „The Wailing Deceased“ erstmals eine kurze Verschnaufpause, um Schutz vor dem nächsten Unwetter zu suchen. Dieses lässt natürlich auch nicht lange auf sich warten und bricht nach kurzer Zeit wieder schwer auf den Hörer ein.

„Necrotic Overlord“ – Durchgehend brutale Prügelorgie

Der Mittelteil zeigt sich auch allgemein stilistisch etwas vielfältiger als Anfang und Ende des Albums. Und hier kommen wir zum Manko von „Necrotic Overlord“. Das Werk ist auf technisch hohem Niveau und professionell eingespielt, aber durch den durchgehend hohen Blastbeat-Anteil und den sehr ähnlichen Songstrukturen leider sehr gleichförmig und nutzt sich schnell ab. Ein bisschen mehr Abwechslung wie im erwähnten Mittelteil wäre schön gewesen, um für mehr Spannung zu sorgen. Wer seinen Death Metal aber am liebsten blutig durchgeprügelt mag, macht hier nichts falsch und dürfte seine Freude haben. Und mit „Pagan Orgies To Human Sacrifice“ gibt es gegen Ende des Albums noch einen epischen Kracher.

19.03.2021

Der metal.de Serviervorschlag

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