Medieval Demon - Medieval Necromancy

Review

Black Metal gibt es heutzutage in allen möglichen Variationen. Viele bemühen sich, neue Elemente zu integrieren und so die Musikrichtung weiterzuentwickeln. Aber es gibt auch Bands, die immer noch den Black Metal der frühen 90er spielen und diesen als „das Wahre“ ansehen. Zu letzteren gehören MEDIEVAL DEMON, die mit ihrer neuen LP „Medieval Necromancy“ musikalisch zurück zu den Wurzeln gehen.

MEDIEVAL DEMON existieren zwar schon seit 1992, veröffentlichen ihr zweites Album dennoch erst jetzt. Ihr erstes, „Demonolatria“, erschien 1998, kurz danach trennte sich die Band. 2013 folgte die Wiedervereinigung und jetzt fiebern die griechischen Black-Metaller dem Release von „Medieval Necromancy“, entgegen.

Mit „Medieval Necromancy“ zurück zu den Wurzeln

„Medieval Necromancy“ ist extrem von der zweiten Welle des Black Metal beeinflusst worden. MEDIEVAL DEMON gelingt es, die damalige Atmosphäre einzufangen und in die heutige Zeit zu übertragen. Es wirkt fast wie eine Zeitreise, ähnlich wie „Ödelagt“ von DOMGÅRD, das letztes Jahr erschien. Im Vergleich zu den damals erschienenen Klassikern ist „Medieval Necromancy“ein wenig melodischer. Ab und zu untermalen Keyboards einige Passagen, größtenteils bleibt das Album doch ziemlich“trve“. Dazu bietet das Album viele schöne Gitarrenparts, akustisch und verzerrt. Dazu gibt es noch zwei Interludes („Les Litanies De Satan“, „He Great He Goat“), die beide von einer guten Sängerin vorgetragen werden, die von einem Piano bzw. einer Orgel begleitet wird. MEDIEVAL DEMON spielen auf „Medieval Necromancy“ kein sonderlich hohes Tempo, trotz der üblichen Blastbeat-Passagen. Auch thematisch bleiben MEDIEVAL DEMON dem klassischen Black Metal treu, denn es dreht sich vieles um Satan, um dunkle Magie, Okkultismus, den Tod, finstere Wälder, das Mittelalter usw. Heutzutage könnte diese ganze „Trveness“-Geschichte eher putzig als unheimlich wirken, schaden tut dieses Image trotzdem niemandem.

 

MEDIEVAL DEMON kommen stark zurück

„Medieval Necromancy“ ist ohne Zweifel ein gutes Album. Mit über 55 Minuten bei 10 Songs hat die LP eine ziemlich lange Spielzeit. Dazu bietet es durchaus soliden Black Metal, der für einige die 90er wiederaufleben lassen könnte. Für jeden Black-Metal-Fan, der sich ein wenig „Trveness“ in die Sammlung stellen möchte, ist diese Platte durchaus empfehlenswert.

15.06.2018

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