Mick Fleetwood & Friends - Celebrate The Music Of Peter Green And The Early Years Of Fleetwood Mac

Review

Am 25. Juli 2020 verstarb Peter Green im Alter von 73 Jahren. Er machte sich schon Mitte der 1960er-Jahre als Blues-Gitarrist einen Namen. Niemand geringeren als sein Idol Eric Clapton beerbte er bei JOHN MAYALL & THE BLUESBREAKERS. Mit von der Partie waren der Bassist John McVie und der Schlagzeuger Mick Fleetwood, mit denen er bald darauf bei FLEETWOOD MAC spielte.

Mit Songs wie ‚Black Magic Woman‘ erlangten die neu gegründete Gruppe zwar schnell einen gewissen Erfolg, aber Green hielt ihm nicht stand. Neben seiner Sucht nach LSD, entwickelte er eine ausgeprägte Religiösität, die ihn in einen immer größeren Konflikt mit seinen Bandkollegen brachte. 1970 und nach dem Hit ‚The Green Manalishi‘, welcher sich dank des JUDAS-PRIEST-Covers auch in der Metalszene großer Beliebtheit erfeut, verließ er die Gruppe schließlich.

Auf den Tag genau fünf Monate vor dem Tod Greens fand im Londoner Palladium ein Tribute-Konzert statt, zu dem Mick Fleetwood eingeladen hat. Als ehemalige Weggefährten nahmen Jeremy Spencer, Christine McVie und John Mayall an dem Abend teil. Der langjährige FLEETWOOD-MAC-Bassist John McVie fehlte. Dafür gab es aber eine lange Liste an Gaststars, auf der Billy Gibbons, David Gilmour, Kirk Hammet, Pete Townsend, Steven Tyler und andere bekannte Namen standen. Dieser Auftritt liegt nun als Livealbum vor.

Die Backingband, die Fleetwood kuratiert hat, überzeugt durch ihre Eingespieltheit, was für eine One-Night-Only-Performance bemerkenswert ist. Abgesehen von einigen Ausnahmen spielen die Gitarristen ziemlich orthodox. David Gilmour drückt ‚Oh Well Pt. 2‘ und ‚Albatross‘ seinen träumerischen Stil auf, Pete Townshend bringt die Windmühle in Gang und Kirk Hammet gibt ‚The Green Manalishi‘ den gewissen Wah-Faktor. Die Sänger umfassen eine weite Bandbreite von verschiedenen Attitüden: Billy Gibbons ist eher bedächtig, während Steven Tyler seine typische Agilität beweist und Neil Flynn begeistert durch seine gefühlvolle Art. Alle jedoch fügen sich reibungslos in den Gesamtsound ein.

Die filmische Umsetzung versucht genau diese Intensität der Interpreten einzufangen. Es gibt nicht nur viele Nahaufnahmen der Musiker, die Kameraleute halten nämlich auch oft auf die Finger der Gitarristen drauf, die in ihrer Häufigkeit nur von den eingefangenen Gesichtsausdrücken übertroffen werden. Das Publikum ist eher akustisch wahrnehmbar. Es geht darum alle Empfindungen der Musiker wiederzugeben, was gut gelingt. Allerdings wird diese atmosphärische Dichte von Einblicken in den Backstage und Archivmaterial gestört.

Peter Green sorgt für ein wenig Wärme im Herz

Ein zweistündiges Blues-Konzert mögen sich manche als dröge Veranstaltung vorstellen. Mit ‚Oh Well Pt. 1‘ ist ein ziemlich schnelles Stück enthalten. Balladen wie ‚Man Of The World‘. Und gerade Stücke die allgemein bekannt sind, wie ‚The Green Manalishi‘ oder ‚Black Magic Woman‘ (welches durch coole Improvisationen punktet), sorgen für ein wenig Wärme im Herz. Das Konzert endet mit ‚Shake Your Moneymaker‘, bei dem nochmal fast alle Gaststars auf die Bühne kommen.

Durch seinen Tod, hat das Schaffen von Peter Green eine weitere Form der Endgültigkeit erfahren, nachdem er schon vorher lang keine Konzerte mehr gespielt hat. So ist dies, zumindest für die öffentliche Wahrnehmung, ein gelungener Abschluss. „Mick Fleetwood & Friends Celebrate The Music Of Peter Green And The Early Years Of Fleetwood Mac“ punktet durch eine umfangreiche Setlist und eine gut zusammengestellte Band, die den Songs einen frischen, aber würdigenden Anstrich verpassen. Also genau die Form, in der man die Songs hören möchte.

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21.04.2021

Redakteur mit Vorliebe für Hard Rock, Heavy Metal und Thrash Metal

Der metal.de Serviervorschlag

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