Midwinter - Between Wisdom And Lunacy

Review

Je häufiger man sich „Between Wisdom And Lunacy“, die neue Platte von MIDWINTER anhört, desto mehr geht sie einem ins Blut über. Was anfangs wie blinder Dilettantismus wirkt, ein wahres Potpourri aus unterschiedlichsten Stilen, setzt sich nach und nach logisch zusammen. Das anfangs noch nervige, helle Keyboard versteht man nach etlichen Durchläufen einfach als Trademark und die vom ersten Moment an griffigen Hooks bleiben geil und nutzen sich nicht ab.

Die Platte bedient fast jeden Geschmack. Black Metal trifft auf Pagan Metal trifft auf Heavy Metal trifft auf Gothic Metal usw. und darin liegt auch das Problem der Combo – man versucht zu viele Fliegen mit einer Klatsche zu schlagen. Und da das nur bedingt gelingt, muss man sich das Album immer und immer wieder anhören, damit es durchstartet.

Mir persönlich gefallen die paganen Einflüsse und das FINNTROLL’sche in der Musik der vier Düsseldorfer am besten, doch auch der abwechslungsreiche Gesang ist nicht ohne. Wer auf Matte schwingen steht, sollte sich für den ersten Höreindruck den Song „Of Troll And Thurs“ reinziehen – alle bandeigenen Potenziale werden hier ausgeschöpft, der Song groovt ungemein und besticht durch einen mehrstimmigen Männerchorus.

Die Platte ist gut abgemischt, die Gitarren sind knackig und die Drums fett. Aber all jene, für die das Auge mithört, sollten sich das Cover vor dem Hören nicht ansehen! Jeder der 13 Songs wartet irgendwie mit einem catchy Ohrwurm-Part auf. Was ich allerdings nicht verstehe, ist, warum man den 1989er RAMONES-Hit „Pet Sematary“ dermaßen verhunzen muss.

Fazit: Auch wenn die Platte irgendwann zu gefallen weiß, ist der Weg dorthin hart. Allen Aufgeschlossenen mit breitgefächertem Musikgeschmack sei die Scheibe ans Herz gelegt, allen anderen vorsichtig empfohlen.

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20.02.2007

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2 Kommentare zu Midwinter - Between Wisdom And Lunacy

  1. matthias ehlert sagt:

    Also ich finde, da bleibts bei Dilettantismus, eher verstärkt sich der Eindruck noch bei mehrmaligem Hören, RAVENTHRONE-BLACK MESSIAH-Syndrom halt.
    Ganz schwach.

    1/10
  2. xXx-Oimel-xXx sagt:

    Die 2. CD der Düsseldorfer haut natürlich in dieselbe Kerbe wie „Astral Mirrors“. Allerdings ist man etwas eingängiger geworden & es hat halt mehr Mitgröhlcharakter. Stellenweise erinnert mich das ganze sogar an die kultigen Flamen ANCIENT RITES. Man höre sich nur „Song Inside“ an.
    Alles in allem ein gutes Stück Musik. Abzüge gibt es lediglich in der B-Note, da die Gitarren etwas mehr im Vordergrund stehen könnten & der Klang der CD etwas höhenlastig ist.

    9/10