My Darkest Hate - Combat Area

Review

Irgendwie ist es schon verwunderlich, dass MY DARKEST HATE immer noch nicht über den Ruf des talentierten Newcomers hinaus gekommen sind, handelt es sich doch bei „Combat Area“ bereits um das vierte Album der Schwabenfraktion, die noch dazu erfolgreiche Gigs auf vielen renommierten deutschen Festivals bestreiten durfte. Und trotzdem wird im Infoschreiben darauf hingewiesen, dass es als „Special Newcomer Angebot“ im Laden stehen wird. Woran liegt das?
Zum einen sicherlich an ihrer deutschen Herkunft. Beispiele für hochklassige Todesbleischwadronen, die stets unter Wert verkaufen, gibt es hierzulande genug. Man nehme nur BURDEN OF GRIEF, FLESHCRAWL, SOUL DEMISE oder wie sie alle heißen. Zum anderen kommt ein Problem zum Tragen, für das die beteiligten Musiker nicht mal etwas können. Ihre Musik war schon immer innovativ wie ein paar ausgelatschte Turnschuhe, woran sich auch auf Platte numero quattro nichts geändert hat.
Aber soll einen das stören bzw. die Leistung der Band schmälern? Gottverdammt nein! Direkt der Opener „Enter Combat“ semmelt einem dermaßen das Toupet vom Kopf, als hätte es VADER nie gegeben. Doch dem nicht genug, morden sich Bandgründer Jörg M. Knittel und seine Mitstreiter im Verlaufe dieses Silberlings durch alles, was im Todesblei Rang und Namen hat. Ein wenig BOLT THROWER-Walze hier, eine Prise OBITUARY-Wucht dort und über allem tonnenweise SIX FEET UNDER-Groove. Wenn sich eine Mischung zum simpel-effektiven (und gar nicht anders gedachten) Nackenmuskelkonditionstraining eignet, dann ja wohl diese!
Hinzu kommen Frontmann Chris Simper, der mit seinen mächtigen, zwischen bedrohlichem Grunzen und fiesem Kreischen pendelnden Vocals nur um Nuancen hinter Originalen wie Barnes, Willets oder Tardy rangiert, und eine erwartungsgemäß bombig ausgefallene Produktion von Andy Classen. Auf die Fresse, auf die Fresse, auf die Fresse, ohne Pause, auf die Fresse!
Und wenn MY DARKEST HATE dann auch noch den Mut haben, „Combat Area“ mit einem sich überraschend doomig aus den Boxen schleppenden Stampfer a la „Under One Flag“ zu beenden und somit neben aller Treue zu ihren Einflüssen auch den Mut zum Experiment beweisen, verstehe ich einmal mehr nicht, warum diese in ihrem Bereich in Deutschland absolut führende Band nicht schon mehr Aufmerksamkeit erregt hat, während fremdländische Todesimporte direkt durch die Decke gehen.
Anchecken, kaufen und fröhlich mit der eigenen Nase durch die Glasscheibe des Wohnzimmertisches schädeln! Macht definitiv Spaß!

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04.04.2006

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