My Own Private Alaska - Let This Rope Cross All The Lands

Review

Sie sind wieder zurück. Die Franzosen MY OWN PRIVATE ALASKA sind wieder da. Nach ihrem erfolgreichen Release („Amen“) aus dem Jahr 2014 und dem Comeback-ankündigendem Re-Release dieser Scheibe, heißt es nun am 26.03.21: „Let This Rope Cross All The Lands“. Wer nach sieben Jahr wieder auf der Bildfläche erscheint, hat sich entweder verändert oder sich verbessert. Oder ist und bleibt unverkennbar wie MY OWN PRIVATE ALASKA, was bei dieser Band und ihrem speziellen Sound ganz und gar nichts schlechtes ist.

MY OWN PRIVATE ALASKA: Wechselbad der Gefühle

Kleine Veränderungen gab es dann doch. Die Besetzung besteht aktuell aus vier Musikern, hinzugekommen sind ein Synthbassist und ein Drummer. Dennoch betont Sänger Matthieu Miegeville, dass die Musiker immer noch lieber sitzen als stehen und dass es immer noch keine Gitarristen in der Gruppe zu finden sind. Im Vordergrund stehen nach wie vor der Gesang und das Klavier. Für jemanden, der sich mit diesem Stil mit der Vorgängerscheiben „Amen“ und „MOPA“ noch nicht anfreunden konnte, wird hier anfangs gegebenenfalls vorerst sehr skeptisch reagieren.

„Let This Rope Cross All The Lands“: Perfekt ausbalanciert

Die EP „Let This Rope Cross All The Land“ zieht mit dem zweiten, dritten Durchlauf seine vollen Register. Die Piano-Klänge und die Vocals stark in den Vordergrund gerückt, unterstützen Drummer und Synthbass lediglich die ein oder andere Passage und drücken damit die Kompositionen kräftiger durch.  Die Stärke der Band liegt deutlich in ihrem avantgardistischen Songwriting und der Umsetzung, die stark, durchdringend und dennoch sanftmütig wirkt. Die Vocals des Fronters dabei stetig in einem Wechselband der Gefühle, von schreiend bis leise murmelnd, ist alles dabei. Die Songs bauen und halten eine Stimmung, die sich sich in purer Verzweiflung und leichtem Dasein suhlt. Perfekt ausbalanciert.

MY OWN PRIVATE ALASKA holen Schätze zurück

Bei der EP handelt es sich um eine Veröffentlichung / eine Sammlung rarer Songs, die sich auch auf älteren Rillen der Band wiederfinden. „There Will Be No One“, „Red“ und „Speak To Me“ stammen von der „A Red Square Sun“ aus dem Jahr 2011 und „Ego Zero“ stammt aus 2007.  „Your Shelter“ ist der einzige der Tracks, die man wirklich aus NEU betiteln kann. Sicherlich mag man dazu neigen, zu denken, dass hier nach so vielen Jahre mehr drin gewesen wäre.

„Let This Rope Cross All The Land“: Wertvoll

Aber die Herren aus Toulouse haben für „Let This Rope Cross All The Lands“ wahre Schätze wieder hervorgekramt, so dass hier niemand irgendwem böse sein kann. MY OWN PRIVATE ALASKA liefern mit der neuen EP etwas für Anhänger der Band, für Sammler aber auch für, die die als erstes über die Franzosen stolpern. Die Songs sind speziell und machen sich dadurch wertvoll, machen sich zu Kunst.

 

15.03.2021

It`s all about the he said, she said bullshit.

Der metal.de Serviervorschlag

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