Nasum - Shift

Review

Galerie mit 14 Bildern: Nasum - FortaRock 2012

Holla, NASUM legen wieder los, und das abwechslungsreicher denn je! Mit dem 2003er Album „Helvete“ war der Weg der grindigen Tugend ja schon mit einem Fuß verlassen, und mit dem neuen Langeisen „Shift“ geht es noch ein Stückchen weiter in dieser Richtung. Zwar steht die Grundausrichtung noch immer unter dem Motto „grind as grind can“, doch öffnen die Jungs ihren Stil wie schon auf dem Vorgänger anderen Einflüssen.

So sind auf „Shift“ vermehrt groovige Passagen oder gar gänzlich langsame Songs zu finden (unglaublich: das doomige „Circle Of Defeat“ mit den genial-düsteren Growls!!) und sogar catchy Melodien sind auszumachen! Klar gab es so was auch schon auf „Human 2.0“ (man erinnere sich an den genialen Doppelpack „Shadows“ und „Corrosion“), doch waren die alten Scheiben allesamt durchweg straighter und kompromissloser.

Wahrscheinlich werdet ihr mir kein Wort glauben, wenn ich euch etwas von astreinem Black Metal Riffing erzähle, aber hört euch „The Engine Of Death“ einmal mit offenen Ohren an und ihr werdet merken, wie viele verschiedene Elemente man in 1:46 min packen kann! Black Metal Riffing, grindige Raserei, Mieszkos typisches Gekeife und als Krönung –wenn auch nur kurz– total göttliche Death Growls, die schwer an Mikael Åkerfeldt bei BLOODBATH erinnern! Hammer!!

Genauso unberechenbar geht’s weiter: „Wrath“ kommt im Midtempo und einem waschechten Stakkato-Thrash-Riff daher, es gibt old school Zitate, die an TERRORIZER & Co. erinnern und Breaks, die einem das Hirn gegen die vordere Schädelwand drücken, wie wenn man von 180 km/h auf null gebremst wird! „The Deepest Hole“ infiltriert das Hirn mit einer subtilen Melodie, die zu Beginn deutlich vernehmbar ist, sich später dann einen beinharten Kampf mit den blastenden Drums liefert, nur um in einem genialen Break am Ende des Songs den Sieg davonzutragen! Zum Niederknien!

So ließe sich auf jeden einzelnen der 24 Songs ein eigenes Loblied singen, und jedes würde sich anders anhören. Anspieltipps: alle. Welche Songs aber unbedingt noch Erwähnung finden müssen: der Hassbrocken „The Smallest Man“ („you’re such a whooooorrrre!!!“) und das mit einer schwindelerregenden Melodie ausgestattete „Ros“. Bei diesem bunten Blumenstrauß muss jedoch kein alter Fan Angstschweißausbrüche bekommen, denn der Großteil der Platte bewegt sich noch immer am rechten Rand des Tachos.

War „Helvete“ schon genial, toppt „Shift“ das ganze noch einmal um ein gutes Stück! NASUM haben noch einen Gang höher geschaltet und ich frage mich, was nach diesem Killer noch kommen soll. Ein modernes Grind-(Death-Thrash-Black-) Meisterwerk!

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09.11.2004

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5 Kommentare zu Nasum - Shift

  1. lord_levithanius sagt:

    Kann dem Review nur zustimmen… Bei weitem das Beste Grind-Album was ich bisher gehört habe… Das einzig unverschämte an der CD ist der Preis bei den Mailordern 😉

    10/10
  2. Anonymous sagt:

    Nun ja, mir knallt die Platte trotz ihrer variablen Ausrichtung über weite Strecken doch ’nen Tick zu eintönig. An Regurgitate’s Genre-Meisterwerk "Carnivorous Erection" kommt man dann für meine Begriffe auch nicht annähernd ran. Trotzdem schön zu sehen, dass einige Bands "Grindcore" nicht doch nur als "Wir machen Krach" definieren. Und der Song "Hets" ist für eine Minute und 26 Sekunden wirklich der Himmel auf Erden… 7,5 Punkte, aufgerundet auf 8.

    8/10
  3. Anonymous sagt:

    Was für eine missgeburt von album. habe mir die scheibe im supermarkt gekauft ohne lange drüber nachzudenken, da sie recht billig war. dachte es handele sich um eine death metal gruppe und hatte noch in erinnerung, meist positives darüber gelesen zu haben. death metal ist es definitiv nicht, und wenn es denn grindcore ist, dann sicher nicht im guten sinne wie bei z.b. terrorizer. da man sich fehlkäufe zunächst nicht eingesteht und meint, sich erst einhören zu müssen bzw. irgendwie versucht sich einzureden, dass das ganze doch irgendwie auf eine weise gut sei, erkannte ich nach einigen tagen, was für einen haufen scheiße ich mir eingehandelt hatte. die lieder sind so unglaublich monoton, dass man sie nicht voneinander unterscheiden kann. nun gibt es viele bands die monoton, und gleichzeitig gut sind, aber nasum schaffen es einfach so langweilig und einfallslos zu sein, dass man nur noch mit den ohren schlackern kann. die stimme ist ein mädchenhaft-hysterisches teenie gekreische, die wohl nur leuten gefallen kann, die ausschließlich auf mit \\\"nu\\\" oder \\\"core\\\" prä- bzw. suffigierte \\\"stil\\\"richtungen stehen. einen Bass hört man nicht, dafür ein superschnelles, jedoch dünn und klapprig klingendes schlagzeug. wer auf diese weise eine absolute nullmusik ohne irgendwelche herrausragende merkmale, einen faden klangbrei produziert, muss natürlich anders auf sich aufmerksam machen. hierzu dienen merkwürdige samples mit gesellschaftskritischen sprüchen, antikapitalistisch-ökologische gutmenschen-attitüde, so dass sich jeder desorientierte teenager mit dem erwerb dieser cd das gefühl kaufen kann, ein klein wenig zur weltverbesserung beigetragen zu haben. das ist anscheinend für viele kaufanreiz genug. wer´s braucht….

  4. dysmorphobia sagt:

    Boah.. hätte nie gedacht das mir irgendetwas mit Grindcore nur Ansatzweise gefallen könnte, habe bis auf Excrementory Grindfuckers (die ja nicht schlecht sind aber trotzdem.. naja ihr wisst schon…) und Goregast sowie Japanische Kampfhörspiele immer nur Scheisse in dem Genre gefunden, und mit Nasum-Wrath hat sichs geändert. Fette Riffs, Nackenschmerzenalarm… coole Drums… die Voice so und so der Hammer.. Inhaltgemäß geil… habe es nicht bereut mir das Album zu kaufen… 10/10

    10/10
  5. Milch sagt:

    Ein wahnsinniges Erbe haben Nasum da hinterlassen. Grind ist ja wirklich Geschmackssache, aber die Shift ist der Wahnsinn!

    10/10