Necromass - Calix. Utero. Babalon.

Review

Okkult, düster und satanisch geht es in Florenz zu … zumindest hätten das NECROMASS gerne so, die sich im für die italienische Szene eher untypischen Subgenre des okkult-orthodoxen Black Metal bewegen und just ihr Drittwerk veröffentlicht haben. Das hört auf den Namen „Calix. Utero. Babalon.“ und wird von Funeral Industries in die Regale der internationalen CD-Dealer gestellt, kann aber nur ansatzweise punkten.

Gerade der Orthodox Black Metal hat ja gerade in den letzten Jahren gezeigt, dass auch satanisch-okkult und finster ausgerichteter Black Metal noch lange nicht seinen Zenit erreicht hat – denn die Kreativtät kennt hier kaum Grenzen, wie zum Beispiel die Norweger DØDSENGEL auf ihren letzten Werken gezeigt haben. NECROMASS hingegen scheren sich einen Dreck darum, neue Wege zu beschreiten, Ausschau nach neuen Möglichkeiten zu halten oder gar eine dichte Atmosphäre zu kreieren, stattdessen holzen sie munter uralten, hinlänglich bekannten Standard-Black-Metal runter, würzen ihn mit diversen Zutaten aus der Melo-Death-Ecke, nutzen letzteres aber nicht, um ihre Musik weniger vorhersehbar oder abwechslungsreich zu machen, sondern begehen damit lediglich den Fehler, die wenigen Fetzchen Atmosphäre, die es geben könnte, durch (zum Beispiel) völlig unpassende und obendrein nicht weniger altbackene Schweden-Harmonien zu zerstören (so gehört in „The Bornless One“). Dazu reichen NECROMASS auf „Calix. Utero. Babalon.“ ein völlig klischeetriefendes Artwork und nicht weniger klischeehafte Titel und Texte (man siehe „Dawn Of Silver Star“, „Scarlet Void Of Lust“ oder „Chapel Of Abominations“), die ohne besonders neuartiges Konzept daherkommen und somit auch nicht dazu beitragen, dass das Drittwerk der Italiener aus dem Mittelmaß emporzuklettern vermag.

Somit ist „Calix. Utero. Babalon.“ in erster Linie eins: von Anfang bis Ende belanglos. Zumindest fast, denn immerhin schaffen es NECROMASS, mit „Stellae Rubae“ gegen Ende des Albums einen Song zu präsentieren, der zumindest ganz gut reingeht. Trotzdem, für mehr als langweiliges, unteres Mittelmaß reicht’s einfach nicht. Und das eigentlich auch nur, weil das Album im Grunde fehlerfrei und ohne Macken daherkommt.

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14.09.2013

Der metal.de Serviervorschlag

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