Osi And The Jupiter - Stave

Review

Der Amerikaner Sean Kratz kam mit seinem Neo/Ambient-Folk-Projekt OSI AND THE JUPITER hier bislang so mäßíg bis durchaus ok weg. Auf dem direkten Vorgänger, der EP „Appalachia„, war das für unseren Chefredakteur noch zu sehr der Hintergrundmusik verhaftet. Wird sich das mit dem neuen vollwertigen Album „Stave“ nun ändern? Großartig anders wird eigentlich nicht viel gemacht, aber die eigenen Stärken besser ausgespielt: Ähnlich wie beim aktuellen WARDRUNA-Album (obwohl musikalisch natürlich trotzdem weit auseinander), wo auch trotz immer noch meditativer Wiederholung der Grundmotive eine Kompaktierung und Fokussierung in den Songs im Vordergrund stand, wird auch auf „Stave“ der Sound auf ein beinahe Spielfilm-taugliches Level gehoben, bei dem rein musikalisch eigentlich nicht viel passiert, aber doch unheimlich viel Atmosphäre aufkommt.

„Stave“ erhält beinahe cinematischen Anstrich durch Streicher

Schon Opener „To Reap What Has Sown“ lässt den Wilden Westen vor dem geistigen Auge aufziehen und hätte sich auch als True-Crime-Drama-Titelmusik sicherlich gemacht. Dem wird mit immer wieder tollen hintergründigen Streichern nachgekommen, wie auf dem Titelsong „Stave“ oder auch „Wights“ zu hören. „Folk Of The Woods“ lässt HEXVESSEL-Lagerfeuer-Romantik aufkommen, „Cosmic Creation Through Primordial Void“  oder „Inner Flame“ sind sehr reduzierte Liturgien auf appalachischem Boden, wieder mit den einfachen, aber sehr effektiven Streichern gesegnet. Das ist schon einmal ein toller und abwechslungsreicher Einstieg ins Album, ehe es mit „Old Ways“ und „Mountain-Shamanism“ eingängig, aber auch ein wenig simpel wieder mehr in die akustische Singer-Songwriter-Schiene geht.

Zum Ende hin geht OSI AND THE JUPITER ein wenig die Puste aus

Das ist ein wenig leider die etwas abflauende Flamme im zweiten Teil des Albums: Nach starkem Einsteig gibt es prinzipiell nur etwas Mehr von demselben, die Puste geht „Stave“ ein wenig aus. Schade, da hier noch Raum und Möglichkeit für weitere tolle Experimente gewesen wäre. So sind etwa „Mountain Shamanism“ und „In Death (Carry Me Home)“ im Grunde Wiederholungen ihrer Pendants aus der ersten Albenhälfte und auch das achtminütige Violinenquälen „Eihwaz (The Beating Heart Of Yew)“ versprüht zwar Atmosphäre, ist aber zu reduziert und simpel geraten, um über seine gesamte Laufzeit hinweg zu tragen.

Das MOODY BLUES-Cover „Nights In White Satin“ ist komplett instrumental und somit geht mit dem Gesang ebenso ein wenig der Charakter des Originals verloren, auch wenn probiert wird, das über die Streicher zu simulieren. Auch auf dem neuen Album können sich OSI AND THE JUPITER also nicht komplett aus ihrem Fristen in der „Hintergrundmusik“ heraus spielen, aber es ist durchaus Evolution in Appalachia vernehmbar. Ein Antesten auf jedenfall wert, ob das neueste OSI AND THE JUPITER-Werk auch eingetütet wird, sollte selbst entschieden werden.

 

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20.08.2021

"You can't spell Funeral without Fun!"

Der metal.de Serviervorschlag

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