Paganizer - On The Outskirts Of Hades

Review

Was soll man über einen Mann noch interessantes oder gar neues sagen, der pro Jahr gefühlt dutzende Scheiben veröffentlicht? Eben, da bleibt nicht mehr viel. Also konzentrieren wir uns einfach nur auf die Musik von Rogga Johansson in Form der neuen EP „On The Outskirts Of Hades“.

PAGANIZER wirken wie der sichere Heimathafen, in den der Käpt’n nach jedem Beutezug mit anderen Schiffen immer wieder gerne zurückkehrt. Hier wird nicht experimentiert oder etwas Neues ausprobiert, dafür hat der emsige Schwede genügend andere Spielwiesen. Bei PAGANIZER setzt er traditionell auf guten alten Old School Death Metal, und genau das ist auch verdammt gut so. Los geht’s mit „Angry All The Time“, und der Titel ist Programm. Nach dem Start im Midtempo rödelt dieser Song gleich mal prima durchs Unterholz. Rogga growlt eigentlich fast wie immer, nur irgendwie etwas angepisster. Keine Ahnung warum, aber es passt auf alle Fälle bestens zu seiner Art von Todesmetall der alten Schule. Irgendwelche Kompromisse, auch nur im Ansatz? Absolute Fehlanzeige. Und auch mit „Adjacent To Purgatory“ weicht man keinen Millimeter von der eingeschlagenen Linie ab. Zwar findet man hier auch durchaus melodische Leads und Soli zur Auflockerung, und ein leicht schwarzmetallischer Schrei zum Abschluss gehört auch nicht unbedingt zum Standard Repertoire. Aber solche Farbtupfer findet man auch auf anderen Veröffentlichungen der Schweden. Anschließend verzückt dann „The Netherworld Carnivale“ die geneigte Hörerschaft mit wildem Geballer, während das finale Titelstück eher ein leicht Death ‚N‘ Rollige Schlagseite hat, erinnert in so manchen Momenten an die guten alten EDGE OF SANITY.

Null Kompromisse – Paganizer liefern immer

Betrachtet man PAGANIZER’s Konstanz auf hohem Niveau, dann kommt einem wieder mal die Frage in den Sinn: Welchen Stellenwert könnten die Jungs haben, wenn sie bereits Anfang der 90er in der ersten Hochphase des Death Metal schon am Start gewesen wären? Eigentlich müssig, aber durchaus mal eine Überlegung wert. Rogga und seine Mitstreiter liefern auf „On The Outskirts Of Hades“ wieder einmal Schweden-Death in Reinform ab, da kann man als Fan solcher Mucke blind zugreifen. Ein Kritikpunkt muss aber angesprochen werden: Warum veröffentlichen PAGANIZER bereits die dritte EP in diesem Jahr? Eine richtige CD – oder aber bei Roggas Schreibtempo gerne auch zwei – wären da doch wesentlich fanfreundlicher.

03.08.2016

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