Paul Di'Anno - The Beast Arises

Review

Galerie mit 25 Bildern: Paul Di'Anno - Rockharz Open Air 2012

Jajaja, mag sein, dass MAIDEN seit 1981 noch ein paar unwichtige Alben veröffentlicht haben, aber die echten und kriminell guten Platten der Eisernen Jungfrauen waren da doch schon längst draußen – das zumindest weiß PAUL DI’ANNO, und der ist Chef. Klar, dass ab und zu der Chef nochmal in den Ring beziehungsweise auf die Bühne steigen muss, um dem Harris-Steve und seinem unglücklichen Nachfolger zu zeigen, wo der Hammer hängt. Also Freunde, hier könnt ihr nochmal sehen, wie es richtig geht und wie die alten Songs richtig klingen: „The Beast Arises“ zeigt PAUL DI’ANNO live in Krakau, unterstützt – wie immer in den letzten Jahren – von einer örtlichen IRON-MAIDEN-Coverband.

„The Beast Arises“ vereint dabei mehrere Vorzüge: Wer auf alten Stoff von MAIDEN abfährt, bekommt mit den insgesamt 17 Songs ein Destillat der Frühphase, ebenso wie PAUL DI’ANNO auf Stücke seiner weiteren Karriere weitgehend verzichtet (abgesehen von „Marshall Lockjaw“ enthält die DVD lediglich den namensgebenden Track „The Beast Arises“ und „Children Of Madness“ sowie als Rausschmeißer „Blitzkrieg Bop“ der RAMONES). Und das Flair der Produktion und die Größe des Clubs weisen eher in die ferne Vergangenheit der britischen Metalikonen – als deren Karriere noch nicht endlos steil nach oben gegangen war.

„The Beast Arises“ hat leider auch ein paar Nachteile, und das betrifft den Meister selbst. Wer in den letzten Jahren ein Konzert von PAUL DI’ANNO gesehen hat, weiß, dass er aufgrund einer Knieverletzung nicht mehr der agilste Frontmann auf der Bühne ist, selbst wenn er immer voll auffe Omme gibt. Das wäre noch okay, aber seine Stimme ist an diesem Abend nicht gerade in bester Verfassung: Es sind halt nicht nur die Screams, die neben der Spur liegen.

Die Produktion der DVD an sich geht aber in Ordnung: Der Sound ist okay, der Bildschnitt angenehm und die Szenenwahl immer so, dass man nah am Geschehen ist, sprich: bei PAUL DI’ANNO selbst. In einigen Momenten haben die Kameras zwar Probleme mit den farbigen Spots und der Belichtung, aber schlimm ist das auch nicht. „The Beast Arises“ ist in dieser Hinsicht eine typische Metal-Mind-Produktion – solide und ohne höhere Ansprüche, was genauso für das Interview mit dem Sänger im Bonusteil gilt. Insgesamt ist die DVD also eine eher mittelprächtige Angelegenheit, wenngleich, um noch einmal den Eingangsgedanken im Sinne PAUL DI’ANNOs aufzugreifen, hundertmal besser als das, was die Darsteller, die heute unter dem Namen IRON MAIDEN touren, abliefern. Alles klar? Und hier geht es noch zu einem richtig aufschlussreichen Interview mit PAUL DI’ANNO.

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13.01.2015

- Dreaming in Red -

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