Powers Court - The Red Mist Of Endenmore

Review

„Mensch, hat der Kerl `ne hohe Stimme!“ war so mein erster Gedanke, nachdem der Gesang einsetzt. Dass sich hinter dem Namen Danie Powers eine Frau verbirgt, höre ich dann aber doch irgendwann heraus. Laut Promo-Flyer, den ich natürlich erst im Nachhinein studiere, spielt sich ihre Stimmbreite über 4½ Oktaven ab. Na, im Laufe der Scheibe habe ich den Eindruck, es könnte sogar etwas mehr sein. Schrillhohes Gekreische bringt sie genauso zustande, wie eine richtig tiefe und rauhe Rockröhre.

Gehört habe ich den Bandnamen POWERS COURT zugegebenermaßen vorher noch nie, obwohl sie schon zwei Alben produziert haben. Neben der Bandleaderin und Sängerin, die auch noch Gitarre spielt, gehören Bassist Steve Murray und Drummer Daniel Nydick zum Line-Up.
Der Sound des flotten Dreiers aus dem Mittelwesten der Vereinigten Staaten spielt sich irgendwo zwischen düsterem Heavy Rock, traditionellem US-Metal und progressiv angehauchtem Power Metal ab.

Das Drittwerk „The Red Mist Of Endenmore“ ist ein Konzeptalbum, dessen Story Danie Powers ebenfalls selbst verfasst hat. Die Geschichte handelt von Unheil, Gewalt und schwarzer Magie und spielt sich eben in einem Städtchen namens Endenmore ab.
Musikalisch wird dies zumeist schwer walzend umgesetzt, wobei sich desöfteren düstere und beschaulichere Phasen abwechseln. Wie auch die Story, folgt die Musik einem roten Faden und Themen werden mehrfach aufgefasst. Dabei bleibt aber die Eingängigkeit größtenteils auf der Strecke. Es gibt kaum Sequenzen, die sich im Gehörgang festsetzen.

Instrumental fallen mir das Gitarren- und Bassspiel positiv auf. Besonders die Riffs sind schön druckvoll und treiben den Groove voran. Die Drums klingen mir dagegen zu hölzern. Der Gesang wird trotz Danies Oktaven-Spagat auf Dauer nervig, da der Grundklang der Stimme zu schrill ist.

Von den Stücken ist „Cold Days In Hell“ zu erwähnen, dass aus dem Konzept ausbricht und sich als flotter Power Metaler entpuppt. Optimalerweise am Ende platziert, verbleibt es auch als einziges etwas länger im Ohr.
Alles in allem ist „The Red Mist Of Endenmore“ ein Album, dass man sehr schnell wieder vergessen wird, weil es einfach keine nachhaltigen Eindrücke hinterlässt.

05.04.2008

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