Regardless Of Me - Pleasures And Fear

Review

Melodic Progressive Trip Hop Death Metal. Alles klar!?!?? Nein? Seid beruhigt, ich konnte mir bislang auch nichts darunter vorstellen. Nachdem ich aber die aktuelle REGARDLESS OF ME-Scheibe durchgehört habe, weiß ich, dass es sich dabei nur um eine Worthülse handelt, die verschiedenste Hörerschaften ködern soll.

Wirklich interessant ist “Pleasures And Fear“ aber eigentlich nur für Leute, die auf Metal(core) mit poppig-melodischer Schlagseite à la DEADLOCK stehen. Es wird ein äußerst ähnliches Konzept verfolgt. Man nehme eine heftigst verzerrte Rhythmusgitarre, dazu passende Drumbeats mit Double Bass, und veredelt das Ganze mit melodischem weiblichen Gesang. Shouts und Growls werden gelegentlich unterlegt, damit das ganze als Metal(core) durchgehen kann. Elektronische Beats werden ebenfalls nur sporadisch eingesetzt, um einen modernen Gesamteindruck zu vermitteln.

Sind REGARDLESS OF ME tatsächlich so berechnend? Diese Frage kann ich letztendlich nicht beantworten, aber die Musik auf “Pleasures And Fear“ klingt wirklich sehr konstruiert und unnatürlich. Die kommerzielle Ausrichtung ist äußerst augenfällig. Teilweise sind die Songs schon sehr auf Radiotauglichkeit ausgelegt und gehen, abgesehen von den derben Growls, in Richtung EVANESCENCE mit etwas mehr Fokus auf Rhythmusarbeit. Immerhin ist die handwerkliche Umsetzung tadellos. Auch das eine oder andere Gitarrensolo weiß zu beeindrucken. Dennoch weiß ich nicht, was an dieser Art von Musik “progressive“ sein soll. Denn im Prinzip werden hier ein paar (durchaus gut arrangierte) Pop-Songs abgeliefert, die lediglich in ein etwas ungewöhnlicheres Soundgewand gepackt wurden. Um entsprechende Hörerschaften aus dem Mainstream-Bereich anzufüttern, darf natürlich auch ein Cover-Song nicht fehlen. Auf “Pleasures And Fear“ musste MADONNAs “Frozen“ herhalten.

Fazit: Der neuste Output von REGARDLESS OF ME bietet ein paar nette gitarrenlastige Pop-Songs, die an sich ganz in Ordnung gehen, und den Einen oder Anderen vielleicht sogar zum Mitsingen animieren. Fans von DEADLOCK könnten hier mal ein Ohr riskieren. Für die echte Death Metal-Hörerschaft ist die Chose aber viel zu kitschig.

27.05.2011

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