Reign Of Shadows - Desires Of The Damned

Review

Mit „Desires Of The Damned“ präsentieren die Dinslaker „Reign of Shadows“ ihr erstes, in Eigenregie erstelltes, Demo, welches sie im Projektstudio ihres Gitarristen und Bandmitbegründers K.K. Crispin aufgenommen haben – ich musste das jetzt schreiben, allein wegen der Judas Priest-Assoziation. Für die Bedingungen geht die Produktion auch vollkommen in Ordnung, alle Instrumente kommen gut rüber und stehen in einem angemessenen Verhältnis zu einander. Eine Tatsache, die sicherlich auch darauf zurückzuführen ist, dass man sich der Dienste eines Drumcomputers bedient hat, was sich aber überhaupt nicht negativ auswirkt – sieht man von wenigen etwas monoton klingenden mal Stellen ab. Besonders gefallen haben mir auch die stark in den 80ern angesiedelten Riffs und Soli der beiden Gitarristen, z.B. in „Madman in the Attic“, wobei die Soli allerdings oft noch prägnanter sein könnten. Man ist sichtlich um eingängige Melodien und Refrains bemüht, was auch einigermaßen funktioniert. Am Besten ist „Reign of Shadows“ dieses Kunststück im Song „Final Curtain“ gelungen, das sich durch einen sehr catchy-gesungenen Refrain und ein einprägsames, an alte Metallica erinnerndes, Riff auszeichnet. Leider erreichen jedoch die anderen Stücke dieses Niveau zum größten Teil nicht. Neben dem oben genannten 80er Einschlag , versucht man viele weitere Stilelemente mit in die Musik einzubeziehen, die von Folk, Virgin Steele-typischer Dramatik bis hin zu Death Metal reichen, wobei die Death Metal-Adaption so ihre Tücken hat. Hier wird auch ein Manko der Band ganz deutlich. Sänger André fehlt es noch an Ausdrucksstärke und Kraft in seiner Stimme, was aber durchaus ausbaufähig ist. Hier schlummert also noch einiges an Potential für die Zukunft. Ansonsten gelingt der Stilmixspagat recht gut. Es besteht so etwas wie ein roter Faden und man entwickelt einen eigenen Sound, der sich nicht zu sehr an die Vorbilder klammert. Allerdings verharren viele Songs vom Songwriting her im Mittelmaß. Sie sind einfach zu berechenbar und hausbacken. Ein bisschen mehr Spannung und Frische würde hier doch für einiges an Belebung sorgen. Somit bleibt die CD trotz vieler guter Ansätze aufgrund oben genannter Mängel doch unter dem Durchschnitt an Veröffentlichungen. Wenn man in Zukunft noch weiter an seinen Stärken arbeitet und seine Schwächen ausbessert, sehe ich jedoch durchaus Potential nach oben.

17.03.2003

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2 Kommentare zu Reign Of Shadows - Desires Of The Damned

  1. anonymus sagt:

    Nette Mucke, Scheiss-Review…

    7/10
  2. scyther sagt:

    Hier ist nix originelles zu finden! Schlechte Gitarren und (unglaublich, aber wahr) noch schlechterer Gesang. Zur Produktion kann ich nix sagen, habe nur die MP3s gehört. Gehört in den Müllkorb …