Science Faxtion - Living On Another Frequency

Review

Eines muss vorweg gesagt werden: dass diese Platte sich nicht als metal.de-typisch bezeichnen lässt und es fragwürdig ist, ob sie bei der Leserschaft auf viele Hörer treffen wird. Ihre Berechtigung, hier besprochen zu werden, haben SCIENCE FAXTION nichtsdestotrotz: das, was sie auf „Living On Another Frequency“ tun befindet sich zwar wirklich auf einer anderen Frequenz, als das meiste hier, lässt sich aber stellenweise sehr wohl als „Funk Metal“, auf jeden Fall als Funk Rock bezeichnen.

„Space-age metalloid funk“ sagt das Label dazu. Interessante Stilbeschreibung für ein Projekt, hinter dem ein paar interessante Leute stehen. Allen voran müsste Buckethead den meisten ein Begriff sein, der nicht zuletzt durch sein Mitwirken am neuen GNR-Album „Chinese Democracy“ und die Dr.-Pepper-Promoaktion eine Menge Aufmerksamkeit bekam. Darüber hinaus ist Buckethead bekannt für seine ungeheure Bandbreite und natürlich sein virtuoses Gitarrenspiel. Auch William „Bootsy“ Collins ist ungeheuer bekannt, einer der großen Namen des Funk. Aber genug zum Line-Up, kommen wir zur Musik. Der Opener ist unspektakulär und vernachlässigbar, das darauffolgende „Looking For Eden“ dafür umso cooler. Die Nummer rockt deftig und begeistert mit einer absolut entfesselten Sologitarre. Ebenfalls erwähnenswert ist „Chaos In Motion“ mit seinem doch schon sehr metalhaftem Riffing und Doublebassdrumming. Ganz andere Seiten zeigt z.B. „Famous“. Sehr elektrisch, sehr verspielt, wirklich sehr abgedreht, dafür mal wieder mit beschwingter Gitarre und tollem Bass.
Bei „What It Is“ micht der von PUBLIC ENEMY bekannte Chuck D mit, was den ein oder anderen sicher richtig annehmen lässt: Auch ein kleiner Streifzug in Rapgefilde bleibt nicht aus.

Alles in allem ist SCIENCE FAXTION mit „Living On Another Frequency“ ein wirklich interessantes, teilweise sehr abgedrehtes Debüt gelungen. Über die technischen Aspekte brauchen wir gar nicht zu sprechen: Die beteiligten Musiker sind mitunter die besten ihres Fachs, die Instrumentierung ist makellos und teils sehr virtuos. Dass sich auch die Produktion sehen lassen kann, ist da klar. Nichtsdestotrotz habe ich ein Problem mit dem Album: Dass die Songs sich weder im Gehör festsetzen, noch wirklich mitreißen. Easy Listening ist zwar etwas ganz anderes, aber zumindest bei mir rutschen die Lieder immer recht schnell in den Hintergrund – obwohl ich das Album mittlerweile wirklich schon oft hab rotieren lassen. So bleibt mir nichts übrig, als dem neugierig gewordenen Leser dringends zu empfehlen, sich selbst in die Band reinzuhören, um festzustellen, ob die Platte gefällt. Ich selbst bin heute so frei und verbleibe, ohne mich auf eine Bewertung festzulegen.

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29.03.2009

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