Sea - Sea

Review

Retrorock ist derzeit ja schwer angesagt, und jetzt schickt Dänemark mit SEA endlich eine eigene vierköpfige Abordnung ins Feld. Repräsentativ für das eine und das andere ist die Band durchaus: Die Mitglieder von SEA kommen von den beiden dänischen Inseln Amager und Bornholm und haben in Kopenhagen zusammengefunden – vor allem sind sie aber gut. Klar, das behauptet man von fast allen derzeit angesagten Retrorockbands, aber SEA sind wirklich richtig gut.

Natürlich haben die vier Musiker Spaß daran, vermeintlich antiquierte Sounds zu entstauben und zu spielen, aber sie haben ebenso großen Spaß daran, die Verstärker aufzudrehen und laut zu spielen. Und sie haben ein gutes Händchen für richtig gute Songs und eine gekonnte Umsetzung: Was das Gitarrenduo Anders Kargaard und Anders Brink den Klampfen entlockt, ist vom Akkord bis hin zum Solo gelungen. Der zweitgenannte Anders verfügt zudem über eine wunderbar emotionale und zugleich rauhe Stimme, und dass Bassist und Schlagzeuger das vielseitige Spiel gediegen unterstützen, versteht sich von selbst.

Die Songs bewegen sich zwischen THIN LIZZY, BLUE OYSTER CULT und KANSAS, und wer auch mal ALICE IN CHAINS raushört, liegt gewiss nicht verkehrt. Vor allem aber sind die Stücke weit von simplem Riffrock entfernt, wie schon der Opener „Sorry To Be Sane“ zeigt: Hier gehen SEA bei Riffing und Songaufbau definitiv nicht den direkten Weg. Auch im späteren Verlauf überzeugt das geschickt verwebte Zusammenspiel von Bass und Gitarre bei den dennoch eingängigen Tracks „Ride On“ oder „Battle To Be Seen“. Mit „Aeon“ zeigen die Dänen zudem, dass sie sich auch auf sanfte, von klassischer Musik inspirierte Klänge verstehen.

Einen Durchhänger erlauben sich SEA mit ihrem selbstbetitelten Album nicht, sondern spielen vielmehr in jedem Song und jedem Solo frisch und unbeschwert auf. Natürlich sind sie mit ihrer Musik und ihrem Sound keine Vorreiter, aber „Sea“ hat durchaus das Potential, dass man sich an Band und Album bis zum nächsten Herbst erinnert. Bitte weitermachen, und zwar laut!

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16.10.2014

- Dreaming in Red -

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