See You Next Tuesday - Parasite

Review

Vierzehn Songs in neunzehn Minuten. Aha. Nochmals: Vierzehn Songs in neunzehn Minuten. Den Weltrekord haben sich zwar schon AGORAPHOBIC NOSEBLEED gesichert, beachtlich ist es dennoch allemal. Beachtlich? Naja, Frechheit trifft es im Falle von SEE YOU NEXT TUESDAY dann doch besser. Ferret nehmen es sich tatsächlich heraus, “Parasite“ als Full-length zu präsentieren. Doch ist die dürftige Spiellänge nicht als einziges Manko zu bemängeln, auch die musikalische Komponente entpuppt sich schnell als halbgare Kost und ist alles andere als vollwertig. Es wird am gepflegten Durchschnitt gekratzt, mehr nicht. Ein gepflegtes Blast Beat-Massaker ist angesichts der oben genannten Daten dennoch garantiert.

Der aus Michigan stammende Vierer serviert uns Derbstes; und es kann nie derb genug sein. Mit jedem Song versucht man sich selber wieder einzuholen und dem Vorausgegangenen noch eines draufzusetzen. Wildes, manisch krankhaftes Riffing, durch die vielen Breaks eigentlich gar nicht mehr als solches zu erkennen, bildet das Hauptgerüst, das durch rabiates Drumming fast zum Einsturz gebracht wird – ein brüllendes Etwas, der Grauzone Mensch / Tier entstammend, nutzt “Parasite“ als Plattform für seine therapeutischen Schreiübungen. Damit wären die Hauptaspekte dargelegt. Am ehesten würde sich die Musik mit Bands wie den stark angesagten JOB FOR A COWBOY und den Krach-Pionieren DAUGHTERS vergleichen lassen, doch gehen SYNT dagegen sehr einfallslos und einseitig zu Werke. So etwas wie ein Aha-Effekt oder die Spur einer Wiedererkennung bleiben leider gänzlich aus.

Sicherlich ist der auf teils übertrieben gehetzten Knüppel-Passagen basierende Deathgrind handwerklich nicht ganz von schlechten Eltern, dürfte jedoch für Genre-Freunde nur wenig reizvoll sein. Mit dem satten Angebot der neu aufkommenden Deathgrind-Welle, sind in den letzten Monaten deutlich bessere Releases in die Regale des Zwischenhandels gespült worden. Dann bis Dienstag.

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24.05.2007

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1 Kommentar zu See You Next Tuesday - Parasite

  1. sickman sagt:

    Den Weltrekord halten ANAL CUNT mit ihrer 5643-Song-EP ;). SEE YOU NEXT SUNDAY ist billigste Effekthascherei. Geschreie ohne Sinn und Hintergrund, 08/15-Pseudo-Mathgrind-irgendwas und dazu eine Produktion, die alles ins reine Licht schieben soll. Dieser Parasit ist verzichtbar.

    3/10