Sheogorath - Lunacy Gone Astray

Review

Seid ihr oft im Wolkendistrikt, liebe Leserinnen und Leser? Oh, was für eine Frage, natürlich seid ihr es nicht. SHEOGORATH hingegen waren schon so oft im Wolkendistrikt, oder zumindest in der Welt von „The Elder Scrolls V: Skyrim“ unterwegs, dass sie sogar ihre Band danach benannt haben. Genauer gesagt ist der Namensgeber der Daedrische Fürst des Irrsinns und des Wahnsinns. Doch die beiden Musiker Matej und Patrick sind nicht nur Fans des ikonischen Bethesda-Rollenspiels, sondern von Videospielen allgemein. Melodischer Black Metal mit Videospiel-Hintergrund ist durchaus ein origineller Ansatz.

SHEOGORATH waren Abenteuer wie ihr, bis sie einen Pfeil ins Knie bekamen

Habt ihr diese Musiker aus Wien gesehen? Sie haben hochwertige Digipaks. Hochwertige. Digipaks!

Es ist immer wieder schön, wenn man in der heutigen Zeit auch die physische Komponente eines Tonträgers rezensieren darf. SHEOGORATH veröffentlichen „Lunacy Gone Astray“ in schmucken, auf 100 Stück limitierten Digipaks. Diese machen einiges her, lediglich ein Booklet mit den Lyrics fehlt, was angesichts der Thematik der Band durchaus spannend gewesen wäre.

Musikalisch wandeln SHEOGORATH im melodischen Black Metal und können für Fans von Bands wie NAGLFAR interessant sein. Die Produktion ist professionell, angenehm druckvoll und die programmierten Drums fallen nicht direkt als solche auf. Ein Drummer aus Fleisch und Blut würde den Song allerdings noch etwas mehr Fleisch und Blut verleihen.

Lasst mich raten: Jemand hat euch eure Kopie von „Lunacy Gone Astray“ geklaut?

„Lunacy Gone Astray“ ist bereits das Drittwerk von SHEOGORATH und gewinnt mit seiner Musik vermutlich keinen Innovations-Blumentopf, auch wenn sie handwerklich einwandfrei und mit guten Soli und Blast-Passagen gespickt ist. Die textliche Thematik ist aber spannend und die Stücke machen allesamt Spaß. Die knackige Laufzeit sorgt dafür, dass keine Langeweile aufkommt. Kurz gesagt: Mission erfüllt und Achievement freigeschaltet. Die Platin-Trophäe gibt es beim nächsten Mal für Lyrics zum Mitlesen und einen echten Drummer.

28.06.2021

Redakteur für alle Genres, außer Grindcore, und zuständig für das Premieren-Ressort.

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