Siebenbürgen - Revelation VI

Review

Sonderlich überraschend war es für mich nicht, dass SIEBENBÜRGEN den Stil von „Darker Designs & Images“ beibehalten und weiter ausführen würden. Allerdings bedeutet dies für mich nichts wirklich Gutes und so erfüllten sich auf „Revelation VI“ meine schlimmsten Befürchtungen – schließlich fand ich den Vorgänger schon mau.

Im Prinzip lässt sich die neue Scheibe der Schweden locker mit einem beliebigen Hollywoodfilm vergleichen. Na gut, nicht unbedingt mit einem Actionfilm, denn da pulsiert immerhin noch das Adrenalin. Aber zumindest die typisch billige Romantik einer Liebeskomödie, mit all ihren kitschigen Eigenschaften, lässt sich auf „Revelation VI“ ausmachen. Genauso verhält es sich auch mit der Spannung – einmal den Streifen schauen geht noch klar, manchmal ist das sogar ganz witzig, doch beim zweiten Mal wird’s schon echt fad und gibt es dann noch einen zweiten und dritten Teil, wird es schon sehr nervig. So verhält es sich bei SIEBENBÜRGEN mit den Keyboards, dem weiblichen Gesang, den Einflüssen aus dem Heavy Metal und der inzwischen vorhandenen Plastikromantik, die mehr erzwungen als ehrlich wirkt.

Klar, „Revelation VI“ wurde noch eine Spur druckvoller und klarer, aber auch identitätsloser produziert. Auch hat man im Songwriting dafür gesorgt, eher leicht verdauliche Songs zu schreiben, die dank Doublebass auch einen gewissen Härtegrad erreichen. Traurig ist aber, dass sich so gar keine neuen Zutaten in das Konzept der einstigen Vampir-Metaller schleichen. Die Riffs aus dem traditionellen Heavy-Bereich sind ebenso wenig eine Neuheit wie der starke Einsatz von Keyboards oder weiblichem Gesang. Gut, für den Gesang der Dame muss ich hier eine Lanze brechen, dieser ist immer noch der Stimmung entsprechend und weiß durchaus zu gefallen, doch bei der männlichen Stimme handelt es sich eher um ein arg kraftloses Gekrächze. Vielleicht hätte die Band vor zwei Jahren wirklich aufhören sollen.

Keine Ahnung was ich nun daraus schließen soll, ich hatte nicht sehr viel mehr erwartet, aber immerhin ein bisschen was und man hofft ja insgeheim auch auf eine Offenbarung. Diese liefern mir SIEBENBÜGEN aber ebenso wenig wie der neueste Rosamunde Pilcher- Film.

13.06.2008

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1 Kommentar zu Siebenbürgen - Revelation VI

  1. Bluttaufe sagt:

    Ich fand die „Darker Design & Images“ besser als ihren Ruf aber was sich SIEBENBÜRGEN hier gedacht haben, weiß ich auch nicht. Klingt ziemlich uninspiriert, lustlos und ohne irgendwelche Höhepunkte. Den hier kritisierten Gesang (bzw. Gesänge) finde ich hier noch am besten. Der Rest dümpelt vor sich und und wenn alle Stricke reißen kommt das Keyboard zum Einsatz – welches sich hier penetrant einfügt und dazu noch billig klingt. Das Schlagzeug tuckert in schnellen Gefilden auch nur ein und demselben Rhythmus.
    Zum Glück der einzige Ausrutscher in ihrer Diskografie…

    4/10