Signs Preyer - Signs Preyer

Review

Es scheint, als würde die italienische Metalszene derzeit wie die Blumenpracht im Frühling aufblühen , zumindest habe ich das Gefühl. Kein Wunder, kommen mir in diesem ersten Jahresviertel unverhältnismäßig viele Platten aus Südeuropa auf den Schreibtisch. SIGNS PREYER sind also die nächsten.

Ihr selbstbetiteltes Debütalbum liegt irgendwo in der Schnittmenge von traditionellem Doom und Heavy Metal, garniert mit ein paar Einflüssen aus dem Power Metal – gerade an den Gitarren. Mit „Anger“ haben SIGNS PREYER dann auch direkt einen passablen Opener, der schön treibt, ein bisschen Stoner Rock in die Einflüsse einzieht und mit seinem durchaus angenehmen, etwas leiernden Gesang Lust auf mehr macht. So souverän der Start, so enttäuschend ist allerdings der Rest. Die Italiener setzen zunehmend auf groovige Nummern, die aufgrund ausgelutschter Riffs und einer gewissen Gezwungenheit einfach nicht mitreißen. Zwischendurch gibt es dann zwar noch ein paar nette Nummern: „Killer Instinct“ zum Beispiel ist in gewisser Weise unterhaltend angenehm, wobei lyrische Schmankerl der Marke „I can’t see the fullmoon, but I can see the bitch riding my cock…“ durchaus zum Lachen anregen. Aber wie gesagt, das ist eher die Ausnahme, und von großartigen Nummern würde ich auch hier nicht sprechen. Dazu vermisse ich bei SIGNS PREYER einfach wirkliche Killerriffs oder packende Melodien. Immerhin gibt es noch einen Hidden-Track, der sich gewaltig vom restlichen Material unterscheidet: Schneckentempo, wuchtige Doom-Riffs und ein ziemlich verwaschener Gesang lassen diesen Song im Vergleich zu dem nach hüpfenden Fans vor der Bühne heischenden Rest des Materials wirklich düster erscheinen – aber man hat auch hier schon deutlich Besseres gehört.

Das geht mir eigentlich mit dem ganzen Album so. SIGNS PREYER machen ihre Sache nicht schlecht, versuchen aber auf Teufel komm raus Hits zu produzieren, die leider nicht viel mehr als heiße Luft sind. Störend sind die Songs zwar nicht, aber eine Killer-Scheibe? Mitnichten.

02.04.2012

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