Skull & Crossbones - Sungazer

Review

SKULL & CROSSBONES wurden 2019 gegründet und legen nun ihr Debütalbum „Sungazer“ vor. Man könnte fast sagen, dass es sich dabei um die zweite Linie einer altgedienten Band handelt.

SKULL & CROSSBONES – ein gemeinsames Erbe

Hinter der Band aus Gerstetten in Baden-Württemberg stecken die vier ehemaligen STORMWITCH-Musiker Volker Schmietow (Gitarre, 2013-2019, LATE NITE ROMEO), Tobi Kipp (Gitarre, 2016-2019), Jürgen „Wanschi“ Wannenwetsch (Bass, 1981-1983, 2005-2019) und Marc Oppold (Schlagzeug, 2002-2005, 2016-2019, TYRANT), welche mit Sänger Tobi Hübner (FORENSICK, HEAP OF RUINS) komplettiert wurden. Die Ausgangslage ist natürlich interessant, da sich 2019 die Wege der genannten Musiker von Sänger Andreas Mück, dem Sänger von STORMWITCH, trennten, welcher die Band weiterführt. Der Bandname SKULL & CROSSBONES entstammt übrigens dem gleichnamigen Song des ersten STORMWITCH-Albums „Walpurgis Night“. Man mag meinen, die Gruppe führt das gemeinsame Erbe weiter.

„Sungazer“ – das erste Album von SKULL & CROSSBONES

SKULL & CROSSBONES spielen, wie sollte es auch anders sein, traditionellen Heavy Metal. Die Stücke atmen den Geist des melodischen Metals der Achtziger. Ihre gemeinsamen Wurzeln sind unüberhörbar, und dennoch bringt die Truppe auch einen eigenen Charakter mit ein. Den Anfang macht „Midnight Fyre“, ein kräftiger Midtempo-Song mit ordentlich Doublebass-Drums, eingängiger Refrain, tolle Hooks, griffige Licks, schöne ausgiebige Soli, angenehmer Gesang, der teils sehr hoch geht. Der Titelsong folgt, auch hier wieder mitreißender Refrain, sehr catchy, und besonders hoher Gesang. Hier stellt der talentierte Hübner klar, warum sich SKULL & CROSSBONES für ihn als Sänger entschieden haben. Dass die Band nicht nur aus der Vergangenheit zehrt, beweist das moderner klingende „Manhunter“, dessen Anfang etwas in Richtung Modern Metal geht, sehr rhythmisch, um sich dann zurück in klassische Gefilde zu entwickeln. Das epische „The Invisible Man“ beginnt balladesk und glänzt mit Chören. Ein richtiges Highlight folgt mit dem zunächst etwas ruhigen „Tyrant’s Rule“, dann wird es richtig schön heavy mit an DIO erinnernde Riffs, eine große Hymne mit fantastischem, kraftvollem Gesang und harmonischen Gitarren.

Weitere Höhepunkte des Albums sind der NWOBHM-Banger „Nature’s Legacy“ und die orientalisch angehauchten Melodielinien im epischen „Inner Self“ sowie der an STORMWITCH erinnernde Rausschmeißer „The Traveller“ mit seinen kraftvollen Gitarren.

Alles in allem hört man SKULL & CROSSBONES ihre traditionellen Heavy Metal-Wurzeln an. „Sungazer“ wird keinen Originalitätspreis gewinnen, bietet aber gutklassigen, zugänglichen Metal, der tatsächlich etwas stärker ist als „Bound To The Witch“. Gut!

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07.09.2023

Geschäftsführender Redakteur (stellv. Redaktionsleitung, News-Planung)

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