Skullview - Metalkill The World

Review

Klischeehaft bis zum Abwinken ist es ja wieder durchaus, das Coverbildchen der neuen SKULLVIEW, aber doch so passend zu diesem Titel und dieser Musik: Ein ziemlich verstimmt dreinblickender Dämon – oder Herr Satan höchstpersönlich – erhebt sich mit blutverschmierter Gitarren-Axt in triumphierender Pose über der in Schutt und Asche versinkenden Welt und schreit seine Mission laut hinaus: “Metalkill The World“!

SKULLVIEW aus Indiana existieren schon anderthalb Dekaden und seit “Consequences Of Failure“, dem dritten und vorangegangenen Album, sind mittlerweile neun lange Winter ins Land gezogen. Geändert hat sich in der langen Zeit glücklicherweise aber ziemlich wenig an der Marschroute der fünf US-Jungs. Klar, der Kurs heißt “Heavy Metal“ und ist ein ganz schön wilder obendrein. “Metalkill The World“ klingt angriffslustig und heroisch, kommt aber ohne Anflüge von Kitsch aus. Als grobe Orientierung könnte man sich eine extrem enthusiastische Ausgabe von frühen MANOWAR vorstellen, in den wenigen ruhigeren Momenten erinnern SKULLVIEW auch einmal an ihre Landsmänner MANILLA ROAD.
Joe Garavalia hinter der Schießbude ist das pumpende Herz der entfesselten Heavy-Metal-Bestie, während Mike „Earthquake“ Quimby Lewis seinem Namen mit einer leidenschaftlichen Gesangsleistung alle Ehre macht: Ob hoch, tiefer und aggressiver oder einfach nur gehässig lachend – der gute Mann liefert eine eindrucksvolle Show ab. Seien es die wuchtig eröffnenden “Legions Of The Star Scroll“ und “The Bruise“, das neunminütige, sehr abwechslungsreiche Titelstück mit seinem dominanten Refrain oder das kurze und harte “Defiance, Desperation, Defeat“ – es gibt über die vollen 50 Minuten keine Ausfälle zu verzeichnen. Selbst die Tatsache, dass “Remnants Of The Storm“ von einem annähernd zweiminütigen Hörspiel-Intro eingeleitet wird und damit die Gräueltaten neuerer MANOWAR ins Gedächtnis ruft, fällt im Großen und Ganzen nicht ins Gewicht.

“Metalkill The World“ ist ein Exempel für totale Spielfreude und ziemlich nah an der Essenz des Heavy Metal. Was SKULLVIEW und ihrem neuen Streich zum Aufstieg in allerhöchste Sphären aber fehlt, ist eine absolute Über-Nummer, ein Hammer vom Kaliber “Blood Of My Enemies“ oder “Battle Hymn“. Nichtsdestotrotz dürfte es die Welt ziemlich schwer haben, hier mit dem Leben davon zu kommen.

22.07.2010

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